Bundeswehr könnte zurück nach Sigmaringen kommen
Die Bundeswehr prüft derzeit, ob sie alte Standorte wiederbeleben kann. In Sigmaringen (Baden-Württemberg) geht es dabei um die ehemalige Graf-Stauffenberg-Kaserne und den dazugehörigen Standortübungsplatz. Das Bundesministerium der Verteidigung hat nun mitgeteilt, dass für diesen Standort konkrete vorbereitende Schritte beantragt wurden. Sigmaringen ist damit einer von insgesamt fünf Standorten bundesweit, die so geprüft werden.
In den vergangenen Wochen gab es intensive Gespräche zwischen dem Bund, dem Land und der Stadt. Das Ergebnis ist eine sogenannte Absichtserklärung, ein „Letter of Intent“. Bürgermeister Dr. Marcus Ehm unterstützt dieses Dokument, genau so, wie es der Gemeinderat beschlossen hat. Er will die Bundeswehr unbedingt zurück in die Stadt holen.
Auch Politiker aus der Region wie Volker Mayer-Lay, Ilona Boos und Thomas Bareiß bewerten die Entwicklung positiv. Besonders die Idee, den Standort für den „Neuen Wehrdienst“ zu nutzen, wird als starkes Signal gesehen. Damit die Soldaten tatsächlich zurückkehren können, müssen nun Bund und Land die nötigen Voraussetzungen schaffen.
Der Grund für diese Pläne ist die Lage in Europa und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Deutschland will seine Verteidigung stärken und braucht deshalb mehr Platz für Personal, Ausbildung und Unterkünfte. Alte Militärgelände sind dafür oft die schnellste Lösung.
Es ist jedoch wichtig zu wissen: Es gibt noch keine endgültige Entscheidung über eine Stationierung. Die aktuellen Schritte dienen erst einmal dazu, die rechtlichen und technischen Voraussetzungen zu klären, damit eine Wiedernutzung rechtzeitig möglich wäre.