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Bundesverfassungsrichter spricht in Neustadt über Nürnberger Prozess

Foto: Bundesverfassungsgericht/lorenz.fotodesign, Karlsruhe

Die Stadt Neustadt lädt zu einem besonderen Vortrag über die Aufarbeitung der NS-Verbrechen ein. Ein Experte vom Bundesverfassungsgericht spricht über die Folgen der Nürnberger Prozesse.

Am Mittwoch, den 2. September 2026, findet in Neustadt (Hessen) eine Veranstaltung zur Zeitgeschichte statt. Um 16 Uhr trifft sich die interessierte Öffentlichkeit im Kultur- und Bürgerzentrum der Stadt. Im Mittelpunkt steht das 80-jährige Jubiläum der Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 wurde ein internationales Gericht geschaffen. Von November 1945 bis Oktober 1946 wurden dort die Hauptkriegsverbrecher vor Gericht gestellt. Diese Prozesse waren wichtig, um die Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes juristisch aufzuarbeiten. Sie legten zudem den Grundstein für das heutige Völkerstrafrecht.

Bürgermeister Thomas Groll hat für diesen Anlass einen besonderen Gast eingeladen: Prof. Dr. Henning Radtke. Er ist Richter am Bundesverfassungsgericht und ein ausgewiesener Experte für internationales Völkerstrafrecht. Bevor er 2018 in Karlsruhe berufen wurde, lehrte er an Universitäten in Marburg, Hannover und im Saarland. Zudem war er Richter am Oberlandesgericht Celle und am Bundesgerichtshof. Radtke hat sogar an einem Fachbuch über die Dimensionen von Kriegsverbrecherprozessen mitgewirkt.

Wer an dem Vortrag teilnehmen möchte, sollte sich bis zum 28. August 2026 anmelden. Die Zusagen kann man telefonisch unter 06692-8911 abgeben.

Quelle: Neustadt – zur Originalmeldung

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