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Bundespolizei schnappt drei Gesuchte im Niederrhein-Gebiet

Bei Kontrollen in Zügen und auf Autobahnen fasste die Bundespolizei drei Männer ab. Einer von ihnen musste direkt ins Gefängnis.

Am Donnerstagvormittag kontrollierte die Bundespolizei am Bahnhof Boisheim (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen) einen 34-jährigen Türken im Regionalexpress 13. Bei der Überprüfung der Personalien kam heraus, dass die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main den Mann gesucht hatte. Er war wegen Betrugs verurteilt worden. Der Mann hätte entweder 45 Tage ins Gefängnis gehen oder eine Geldstrafe von 2700 Euro plus 198,50 Euro Verfahrenskosten zahlen müssen. Zudem gab es eine Forderung über 1000 Euro zur Vermögensabschöpfung. Der Reisende zahlte die Beträge vor Ort und durfte danach weiterreisen.

Am Nachmittag gab es einen weiteren Einsatz auf der A40 an der Anschlussstelle Wachtendonk (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen). Dort kontrollierten die Beamten einen 52-jährigen Rumänen, der mit einem Auto aus Frankreich aus den Niederlanden einreiste. Gegen den Fahrer lagen zwei Haftbefehle vor. Die Staatsanwaltschaft Hof suchte ihn wegen Diebstahls; hier standen 3500 Euro oder 25 Tage Haft im Raum. Ein zweiter Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Dresden wegen Diebstahls forderte 480 Euro oder 15 Tage Haft. Da der Mann das Geld nicht bezahlen konnte, wurde er festgenommen. Die Polizei brachte ihn über das Revier in Kempen in das Gefängnis Moers-Kapellen.

Am Abend kontrollierte die Bundespolizei auf der A3 einen Reisebus, der von Amsterdam nach Dortmund fuhr. Unter den Fahrgästen befand sich ein 34-jähriger Türke. Ein Datenabgleich ergab, dass gegen ihn ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Dortmund vorlag, weil er ohne Fahrerlaubnis gefahren war. Er hätte eine Geldstrafe von 180 Euro zahlen oder 18 Tage im Gefängnis verbringen müssen. Auch dieser Mann beglich die Strafe sofort bei der Polizei und konnte seine Reise fortsetzen.

Ob und inwieweit sich die Männer in weiteren Verfahren strafbar gemacht haben, ist nicht bekannt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin – zur Originalmeldung

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