Buffalo Bill in Trier: Ausstellung zeigt Wildwest-Show von früher
Im Jahr 1906 passierte in Trier (Rheinland-Pfalz) etwas Außergewöhnliches: Die berühmte Wild West-Show von Buffalo Bill machte auf ihrer zweiten Europatournee Station. Am 4. September zogen Tausende Menschen zum Eurener Feld, um die Show zu sehen. Dort war extra eine riesige Arena mit Sitz- und Stehplätzen aufgebaut worden, damit jeder einen guten Blick auf die Darbietungen hatte.
Wie die Menschen damals davon erfuhren, zeigt ein besonderes Foto aus dem Stadtarchiv. Es stammt von Wilhelm Deuser, einem Zeichenlehrer, der früher viele Gebäude der Stadt fotografierte. Auf der Aufnahme sieht man ein Geschäftshaus in der Brotstraße. In den Schaufenstern hingen damals große Werbeplakate für die Show. Solche Bilder sind heute selten und helfen dabei, sich das alte Stadtbild vorzustellen.
Jetzt wird dieses Ereignis wieder lebendig. Die AG Trier Postkolonial hat zusammen mit dem Stadtarchiv und der Wissenschaftlichen Bibliothek eine kleine Ausstellung organisiert. Unter dem Titel „Der Wilde Westen macht Station. Buffalo Bill in Trier – 120 Jahre danach“ werden historische Dokumente und Objekte gezeigt. Dabei wird auch kritisch hinterfragt, welches Bild vom Wilden Westen damals vermittelt wurde.
Wer die Ausstellung sehen möchte, kann dies bis zum 27. September im Foyer von Archiv und Bibliothek in der Weberbach 25 tun. Ein weiterer Termin steht für Interessierte an: Am Samstag, den 5. September, findet die nächste Museumsnacht statt. Dabei hält Dr. Eva Bischoff von der Universität Trier im Lesesaal der Bibliothek einen Vortrag über den Mythos Buffalo Bill und die Sehnsucht nach dem Wilden Westen.
Quelle: Trier – zur Originalmeldung