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Bürgermeister besucht Werkzeugbauer Emuge in Lauf

Emuge Unternehmensbesuch Kirchmayer Copyright und Urheber siehe Lauf an der Pegnitz

Thomas Lang traf sich mit der Geschäftsführung des Familienunternehmens Emuge. Im Gespräch ging es um die Zukunft des weltweiten Herstellers und die Krise in der Autoindustrie.

Bürgermeister Thomas Lang und Dr. Mirjam Pekar-Milicevic von der Wirtschaftsförderung waren zu Besuch beim Unternehmen Emuge in Lauf an der Pegnitz (Landkreis Nürnberger Land, Bayern). Dort trafen sie den Co-Geschäftsführer Gerhard Knienieder, seine Frau Ulrike Glimpel-Knienieder sowie die Neffen Tim und Micha Pompe. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die aktuellen Herausforderungen und die Chancen für das Familienunternehmen.

Emuge ist einer der größten Arbeitgeber in Lauf und stellt Präzisionswerkzeuge her. Das Unternehmen ist weltweit tätig und beschäftigt rund 2000 Mitarbeiter. Ein weiterer wichtiger Standort befindet sich in Rückersdorf bei der Firma Franken. Da die Automobilbranche derzeit in einer Krise steckt, hat sich die Firma in den letzten Jahren breiter aufgestellt. Heute liefert Emuge Werkzeuge unter anderem für die Robotik, die Medizintechnik, die Luft- und Raumfahrt sowie für die Rüstungs- und Kraftwerksindustrie.

Gerhard Knienieder betonte beim Treffen, dass die Firma die Transformation stark vorantreiben müsse. Er rechnet damit, dass die Automobilindustrie weiter schrumpfen wird. Zudem machen die hohen Preise für Rohstoffe und Energie sowie die Zollpolitik der USA die Arbeit schwierig. Zwar produziert Emuge teilweise auch in Indien oder den USA, weil es dort politische Vorgaben gibt, aber der Hauptsitz soll in Lauf bleiben. Knienieder fühle sich in der Stadt wohl und lobte die gute Verkehrsanbindung sowie die malerische Altstadt, die auch bei internationalen Geschäftspartnern gut ankommt.

Besonders positiv bewertete der Co-Geschäftsführer das Laufer Ausbildungs- und Fachkräfteforum an der staatlichen Berufsschule, da viele Schüler so auf die Firma aufmerksam werden. Auch das Technologietransferzentrum Nürnberger Land sei ein wichtiger Anlaufpunkt, um neue Start-Ups und Technologien in die Region zu holen.

Auch die Zukunft der Firma ist geplant: Emuge soll ein Familienunternehmen bleiben. Die Urenkel des Gründers, Tim und Micha Pompe, arbeiten bereits im Betrieb und werden auf ihre späteren Rollen vorbereitet. Sie stehen in engem Austausch mit der Geschäftsleitung und dem Seniorchef Helmut Glimpel.

Bürgermeister Thomas Lang bezeichnete Emuge als Vorzeigeunternehmen der Stadt, das es geschafft habe, sich trotz der schwierigen Bedingungen auf dem Weltmarkt zu behaupten.

Quelle: Lauf an der Pegnitz – zur Originalmeldung

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