Bürgermeister besucht die Bremer Tafel in Hemelingen
Bürgermeister Andreas Bovenschulte war am Mittag des 18. August 2022 zu Gast bei der Bremer Tafel in Hemelingen (Bremen). Er wollte wissen, wie der gemeinnützige Verein eigentlich arbeitet. Zusammen mit dem Vereinsvorsitzenden Uwe Schneider und anderen Vorstandsmitgliedern machte er einen Rundgang über das gesamte Gelände.
Zuerst schaute der Bürgermeister, wie die Lebensmittel aus den Supermärkten und von anderen Tafeln ankommen. Danach ging es zur Verarbeitung der Waren. Dort wurde ihm auch eine Reststoffpresse gezeigt, die seit September 2021 im Einsatz ist. Die Tafel hat diese Maschine über eine Projektförderung aus dem Innovationstopf gekauft. Damit wird Verpackungsmüll reduziert, was dem Verein jeden Monat etwa 400 bis 600 Euro an Entsorgungskosten spart.
Zum Abschluss packte Bovenschulte selbst mit an. Er stand an der Essensausgabe und verteilte Backwaren und andere Lebensmittel an die Menschen, die dort warten.
Der Bürgermeister zeigte sich beeindruckt von den Ehrenamtlichen. Er betonte, dass immer mehr Menschen auf die Hilfe der Tafel angewiesen sind, weil die Preise durch den Ukraine-Krieg stark gestiegen sind. Die Tafel helfe dort unbürokratisch, wo staatliche Leistungen nicht sofort greifen. Zudem verhindere der Verein, dass zu viele Lebensmittel weggeworfen werden.
Vereinsvorsitzender Uwe Schneider begrüßte den Besuch. Er sagte, es sei klasse, dass der Bürgermeister gekommen sei. So konnte er ihm direkt zeigen, was gut läuft, aber auch, wo es Probleme gibt. Schneider hofft nun, dass diese Eindrücke in den politischen Gremien ankommen und die Unterstützung des Bürgermeisters anhält.
Die Bremer Tafel ist bereits seit 1995 aktiv. Rund 200 Helfer sammeln fast täglich Backwaren, Obst, Gemüse und Fertiggerichte bei Händlern ein, sortieren diese und bereiten sie für die Kunden vor. Jede Woche kommen knapp 2.000 Menschen zur Tafel, darunter auch Senioren mit niedriger Rente oder Grundsicherung.
Durch die Geflüchteten aus der Ukraine ist die Nachfrage massiv gestiegen. Allein in den ersten Wochen wurden über 1.000 neue Ausweise an Kunden ausgegeben. Weil es so voll ist, sind seit Mai vorerst keine neuen Anmeldungen mehr möglich.