Brühl öffnet am 13. September seine Denkmäler
Am Sonntag, den 13. September 2026, ist wieder Tag des offenen Denkmals. In Brühl (Nordrhein-Westfalen) dreht sich dieses Jahr alles um das Thema „NetzWERKE“. Die Stadt möchte zeigen, wie sehr die Eisenbahn und die Infrastruktur das Leben der Menschen geprägt haben. Schon 1844 kam die Bahn nach Brühl, was die Stadt schnell zu einem wichtigen Knotenpunkt zwischen Köln und Bonn machte.
Wer sich für die „Eisernen Wege durch Brühl“ interessiert, hat mehrere Möglichkeiten. Im Museum für Alltagsgeschichte in der Kempishofstraße 15 gibt es von 11 bis 18 Uhr eine Sonderausstellung. Dort zeigt ein großer Plan, wie dicht das Schienennetz früher einmal war. Der Eintritt ist kostenlos und die Museumsleiterin Marie-Luise Sobczak beantwortet vor Ort Fragen. Auch im Keramikmuseum in der Kempishofstraße 10 ist etwas los: Von 14 bis 18 Uhr gibt es eine Fotoausstellung über den frühen Autoverkehr und die Entwicklung der Innenstadt. Wer möchte, kann dort im Sonntagscafé bei Kaffee und Kuchen entspannen.
Für diejenigen, die lieber in Bewegung sind, gibt es eine geführte Wanderung. Um 15 Uhr startet der Heimatforscher Michael Segschneider am Lidl-Parkplatz an der Steingasse. Die Tour ist etwa vier Kilometer lang und führt über den alten Grubenbahnhof Berggeist bis zur Brikettwaage Lucretia beim Phantasialand-Parkplatz. Es geht um die fast vergessenen Güterbahnen und Brikettzüge. Gegen 18 Uhr geht es zurück zum Startpunkt.
Den Abschluss macht ein Vortrag um 19 Uhr im Kaiserbahnhof Brühl (Bel Étage). Der Historiker Karl-Heinz Nauroth erzählt dort über die verschiedenen Bahnlinien, den „Feurigen Elias“ oder das „Rheingold“. Er stellt auch technische Besonderheiten wie die Transport-Seilbahn vor.
Neben der Bahn stehen auch andere Gebäude im Fokus. Die Villa Kaufmann am Volkspark 1 öffnet von 10 bis 15 Uhr ihre Türen. Um 11 Uhr führt der Eigentümer, Herr Decker, durch das Haus und erzählt von der Sanierung. Um 13 Uhr erklärt der Pächter, Herr Weiler, wie die Villa heute als Co-Working-Space genutzt wird. In der Pastoratstraße 10 kann man von 11 bis 18 Uhr ein Fachwerkhaus besichtigen, das gerade restauriert wird. Die Eigentümer führen dort durch das Gebäude und zeigen, was bei den Arbeiten an der Bausubstanz zum Vorschein kommt.
Alle weiteren Details und das komplette Programm stehen im Veranstaltungskalender der Stadt Brühl.
Quelle: Brühl – zur Originalmeldung