Bremen will Lohnlücke zwischen Männern und Frauen schließen
In Bremen (Stadtstaat Bremen) verdienen Frauen im Schnitt deutlich weniger als Männer. Die Lohnlücke ist hier mit 22 Prozent so groß wie in kaum einem anderen Bundesland. Auch arbeiten hier weniger Frauen als im Rest von Deutschland. Deshalb hat der Senat nun eine neue Strategie beschlossen, um das zu ändern.
Insgesamt gibt es 28 Maßnahmen. Das Ziel ist, dass Frauen in allen Branchen und auch in Chefetagen bessere Karten haben. Ein großes Problem ist dabei die Kinderbetreuung. Wenn es nicht genug Kita-Plätze gibt oder die Zeiten nicht passen, können viele Frauen nicht voll arbeiten. Deshalb will die Stadt die Betreuung ausbauen und auch den Beruf der Erzieher aufwerten, damit mehr Leute in diesen Job gehen.
Ein wichtiger Teil des Plans ist Geld für die Wirtschaft. Der Senat hat 1,8 Millionen Euro für das Programm "Gender Diversity in KMU" locker gemacht. Das Geld kommt größtenteils aus Europa. Kleine und mittlere Firmen können ab nächstem Jahr eigene Projekte starten und bekommen dafür bis zu 50 Prozent der Kosten zurück. Das kann zum Beispiel sein, dass Bewerbungsverfahren fairer gestaltet werden oder dass Führungspositionen in Teilzeit angeboten werden.
Die Politik will zudem, dass mehr Firmen Tarifverträge nutzen. Das soll helfen, dass die Löhne fairer verteilt werden. Besonders Alleinerziehende sollen besser unterstützt werden, da sie es auf dem Arbeitsmarkt am schweren haben.
Wie es nun weitergeht: Im Januar 2023 gründet die Stadt eine Steuerungsgruppe. Die Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa leitet das Ganze. Die Gruppe entscheidet, welche der 28 Maßnahmen zuerst umgesetzt werden. Im Herbst 2023 soll dann der erste Bericht an den Senat kommen, ob die Pläne auch funktionieren.