Bremen verleiht Inklusionspreis Blaue Rose im Rathaus
Im Festsaal des Bremer Rathauses (Bremen) gab es am 16. Mai eine besondere Ehrung. Der Verein Special Olympics Bremen e.V. hat dort den zweiten Bremer Inklusionspreis im Sport verliehen. Die Auszeichnung heißt „Blaue Rose“. Sie geht an Menschen oder Teams, die dafür sorgen, dass Menschen mit Behinderungen beim Sport gleichberechtigt mitmachen können.
Die Idee für den Preis stammt von Ingelore Rosenkötter. Sie war früher Sportsenatorin und Vorsitzende des Landessportbundes. Erstmals wurde die Auszeichnung im Jahr 2019 überreicht.
Diesmal gab es zwei Gewinner. Michael Arends vom SV Werder Bremen erhielt die „Blaue Rose“. Er arbeitet nicht nur in seinem Verein, sondern auch in verschiedenen Netzwerken für die Inklusion. Zudem trainiert er Fußball-Mannschaften, in denen alle gemeinsam spielen.
Den Teampreis gewannen die Leute von tanzbar_bremen. Sie bieten regelmäßige Trainings und Aktionen an. Ihr Ziel ist es, dass Kunst und Kultur für möglichst viele Menschen zugänglich sind.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte hielt bei dem Termin eine Rede. Er sagte, dass es wichtig sei, dass Menschen mit Behinderung direkt „um die Ecke“ ein passendes Sportangebot finden. Er dankte allen, die sich in den Vereinen und Strukturen für diesen inklusiven Sport engagieren. Damit sprach er auch die Anerkennung des gesamten Senats aus.
Neben den Preisen sprach der Bürgermeister über das nächste Jahr. 2023 finden die Special Olympic World Games in Deutschland statt. Die Wettkämpfe steigen in Berlin, aber auch Bremen und Bremerhaven sind dabei. Die Städte nehmen am sogenannten „Host-Town-Programm“ teil. Das bedeutet, dass die Delegationen aus den verschiedenen Ländern vier Tage vor dem Start der Spiele in den Städten empfangen werden.
Bei den Sommerspielen in Berlin treten Menschen mit geistiger Behinderung oder Mehrfachbehinderung in 24 verschiedenen Wettbewerben an. Teilweise spielen sie in Teams zusammen mit Sportlern ohne Behinderung. Bovenschulte dankte dem Team von Special Olympics Bremen für die harte Arbeit bei der Vorbereitung dieses Programms.