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Bremen verabschiedet sich von Ehrenbürger Klaus Hübotter

In einer Gedenkfeier im Rathaus nahm die Stadt Abschied von dem bekannten Bauunternehmer. Klaus Hübotter prägte das Stadtbild von Bremen über Jahrzehnte.

In der Oberen Rathaushalle in Bremen (Freie Hansestadt Bremen) fand am 20. Juli 2022 eine Trauerfeier für Prof. h.c. Dr. Klaus Hübotter statt. Der Ehrenbürger war bereits am 21. Juni im Alter von 92 Jahren gestorben. Bürgermeister Andreas Bovenschulte und viele Weggefährten sprachen Worte des Abschieds.

Hübotter war weit mehr als nur ein Bauunternehmer. Er kam 1961 nach Bremen und machte sich 1964 selbstständig. Sein Fokus lag auf anspruchsvoller Architektur und der Rettung alter Gebäude. Er glaubte, dass alte Häuser die Identität einer Stadt und ihrer Menschen prägen. Sein Motto lautete: "Du baust wie Du bist".

Überall in der Stadt sieht man seine Spuren. Er rettete den alten Schlachthof und machte daraus ein Kulturzentrum. Er sanierte den Speicher XI in der Überseestadt, wo heute das Hafenmuseum und Studierende der Hochschule für Künste untergebracht sind. Auch das Bamberger Hochhaus im Stephaniviertel, in dem jetzt die Volkshochschule sitzt, oder das Gelände von Radio Bremen mit dem Sendesaal gingen durch seine Hand. Besonders wichtig war ihm die "Villa Ichon", die Architektur, Kultur und Friedenspolitik verbindet.

Neben seinem Erfolg als Bauherr war Hübotter ein überzeugter Linker. Das war in seinem Leben nicht immer einfach. In den 50er Jahren war er in der KPD und der verbotenen FDJ aktiv. Das führte damals zu Untersuchungshaft und einer Verurteilung als Rädelsführer einer verfassungsfeindlichen Vereinigung. Trotz dieser Brüche in seinem Lebenslauf blieb er seinen politischen Überzeugungen treu und unterstützte oft Menschen am Rand der Gesellschaft.

Die Stadt Bremen erkannte seine Leistungen im Jahr 2010 mit dem Ehrenbürgerrecht an. Zudem erhielt er 2007 den ersten Bremer Preis für Baukultur und eine Ehrenprofessur der Hochschule Bremen. Die Trauerfeier zeigte, dass er nicht nur durch seine Gebäude, sondern vor allem durch seine menschliche Art in Erinnerung bleibt.

Quelle: Rathaus Bremen – zur Originalmeldung

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