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Bremen und Windhoek starten Millionen-Projekt gegen Müll

Eine Delegation aus Namibia besuchte das Bremer Rathaus. Im Zentrum steht ein neues EU-Projekt, das die Müllentsorgung in Windhoek verbessern soll.

Seit letztem Sonntag sind Gäste aus Windhoek in Bremen ( Freie Hansestadt Bremen) zu Besuch. Am Abend des 30. März 2022 ging die Gruppe ins Rathaus. Angeführt wurden die Gäste von Bürgermeisterin Sade Shireen Gawanas und Stadtrat Shafiishuna Sam Nujoma. Auch Leute von der namibischen Botschaft und Honorarkonsul Volker Schütte waren dabei. Die Gruppe trug sich zuerst in das Goldene Buch ein und traf sich dann zu Gesprächen im Senatssaal. Zum Abschluss lud Bürgermeister Andreas Bovenschulte alle zu einem Essen in den Kaminsaal ein.

Im Senatssaal ging es um ein neues Projekt der EU. Es geht darum, das Abfall-Management in Windhoek zu verbessern. Insgesamt fließen 2,2 Millionen Euro in das Vorhaben. Den Großteil davon, nämlich 95 Prozent, übernimmt die EU. Bremen und Windhoek steuern jeweils rund 56.000 Euro bei. Das Projekt läuft über vier Jahre und soll bis 2025 dauern.

Damit das Ganze funktioniert, gibt es in Bremen bereits ein Netzwerk aus Experten für Müll und Entsorgung. Mitarbeiter aus der Verwaltung von Windhoek sollen nun nach Bremen kommen. Sie schauen sich an, wie die Gesetze funktionieren, wie Recycling abläuft und wie die Stadt die Müllgebühren berechnet. In Windhoek soll zudem ein Zentrum für neue Startups im Bereich Abfall entstehen. Außerdem gibt es eine Kampagne für Schüler und Eltern. Die Menschen dort sollen lernen, wie man Müll richtig trennt. Geplant sind Aktionen, die so ähnlich ablaufen wie das bekannte „Bremen räumt auf“.

Neben den Terminen im Rathaus stand auch das Gedenken im Vordergrund. Direkt nach ihrer Ankunft hielt die Delegation eine stille Gedenkfeier im Nelson-Mandela-Park ab. Dort erinnerten sie an die Opfer des Völkermords in Namibia und der Schlacht von Ohamakari. Bevor die Gruppe ihre Reise nach Mannheim fortsetzt, besuchen sie am Donnerstag noch das Starthaus am Domshof.

Wie genau die Hospitationen der namibischen Mitarbeiter in Bremen ablaufen, ist noch nicht bekannt. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten soll durch das Projekt weiter gefestigt werden.

Quelle: Rathaus Bremen – zur Originalmeldung

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