Bremen: Steine auf Gleisen stoppen Güterzug
Am Samstagnachmittag kam es auf der Strecke zwischen dem Bremer Hauptbahnhof und Bremerhaven (Landkreis Cuxhaven, Niedersachsen) zu einem Vorfall. Gegen 16:11 Uhr überfuhr ein Güterzug in der Höhe von Loxstedt mehrere Schottersteine, Äste und mindestens einen großen Findling, die auf den Schienen lagen.
Durch die harten Gegenstände wurden die Laufräder der Lok beschädigt. Der Zug konnte nicht mehr normal weiterfahren. Er musste mit geringer Geschwindigkeit zum nächsten Bahnhof geschleppt werden, damit Experten den Schaden genau untersuchen konnten.
Die Folgen für den Bahnverkehr waren massiv. Insgesamt sieben Züge hatten Verspätungen, die zusammen 532 Minuten betrugen. Zwei Züge fielen sogar komplett aus. Der Sachschaden an der Lok wird nach ersten Schätzungen auf mehr als 10.000 Euro geschätzt.
Die Bundespolizei in Bremen hat bereits erste Hinweise. Zeugen berichteten, dass in den letzten Tagen immer wieder drei Kinder im Gleisbereich gesehen wurden. Die Kinder sollen etwa 8 bis 10 Jahre alt sein. Die Beamten ermitteln nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Die Polizei warnt eindringlich vor solchen Aktionen. Steine auf den Schienen können wie Geschosse durch die Luft fliegen und Menschen schwer verletzen. Zudem drohen den Kindern und ihren Eltern nicht nur rechtliche Probleme, sondern auch hohe Forderungen der Bahn, um den Schaden zu bezahlen.
Wer etwas zu dem Vorfall weiß, kann sich unter der Telefonnummer 0421/16299-7777 oder per E-Mail an [email protected] melden. Die Ermittlungen dauern an.
Quelle: Bundespolizeiinspektion Bremen – zur Originalmeldung