Bremen spart Energie in öffentlichen Gebäuden
In Bremen (Stadtstaat Bremen) wird es in öffentlichen Gebäuden kühler. Der Senat hat beschlossen, dass dort nur noch so viel geheizt wird, wie es die Mindestregeln für Arbeitsplätze vorschreiben. Auch beim Warmwasser wird gespart: In Toiletten und Waschräumen soll das warme Wasser abgestellt werden, sofern die Technik das zulässt. In Schulen, Kitas, Krankenhäusern und Pflegeheimen bleibt alles beim Alten, dort gibt es diese Einschränkungen nicht.
Auch die Beleuchtung in der Stadt wird angepasst. Die Straßenlaternen sollen so schnell wie möglich auf LED-Technik umgestellt werden. Wo es sicher ist, wird das Licht zudem gedimmt. Bremen investiert bereits fast neun Millionen Euro in den Austausch der alten Laternen. Damit will die Stadt jährlich rund fünf Millionen Kilowattstunden Strom sparen. In öffentlichen Gebäuden wird ebenfalls auf LED umgestellt. Gebäude, die aus touristischen Gründen beleuchtet sind, bleiben zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens dunkel.
Neben dem Sparen geht es dem Senat vor allem darum, soziale Notlagen zu verhindern. Niemand soll die Energieversorgung verlieren, nur weil das Geld für die Rechnung fehlt. Dafür stellt die Stadt kurzfristig zehn Millionen Euro bereit. Der Senat prüft nun, wie der Härtefallfonds besser genutzt werden kann und will mit den swb über Ratenzahlungen bei Nachzahlungen sprechen. Außerdem gibt es Gespräche mit Mietervertretungen, Wohnungsbaugesellschaften und Energieversorgern.
Parallel dazu schaut die Landesregierung auf die Wirtschaft. Es wird geprüft, welche Firmen in Bremen und Bremerhaven besonders unter den hohen Preisen oder einem Gasstopp leiden würden. Der Senat will sich beim Bund für Unterstützung dieser Betriebe einsetzen, um Arbeitsplätze zu retten. Zudem wird geprüft, ob das Land selbst finanzielle Hilfen leisten muss.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte fordert vom Bund ein weiteres Energiegeld für alle Bürger, inklusive Studierende und Rentner. Umweltsenatorin Maike Schaefer kündigte an, die Energieberatung auszuweiten, damit die Kosten für die Menschen bezahlbar bleiben.
Wie genau die Hilfen für die Firmen aussehen und wann die neuen Ratenzahlungsregeln mit den swb stehen, ist derzeit noch offen. Die Ermittlungen und Abstimmungen dauern an.