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Bremen setzt Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Das Bremer Rathaus nimmt an einer internationalen Fahnenaktion teil. Die Stadt will so auf die weltweite Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen.

Am 25. November 2022 ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Aus diesem Anlass nimmt auch das Bremer Rathaus an der Aktion "Bremen sagt Nein zu Gewalt gegen Frauen" teil. Dabei werden Fahnen gehisst, um ein deutliches Signal gegen körperliche, psychische und sexuelle Gewalt zu setzen.

Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte betont, dass das Recht auf ein Leben ohne Gewalt ein Menschenrecht sei. Die Realität sehe jedoch anders aus. Er ruft alle Bürger dazu auf, nicht wegzusehen, wenn Gewalt gegen Frauen passiert. Das Ziel sei, dass jeder Mensch unabhängig vom Geschlecht frei und unbefangen leben kann.

Um die Situation in Bremen zu verbessern, hat die Stadt im März 2022 einen speziellen Aktionsplan verabschiedet. In diesem Plan stehen 75 Maßnahmen, die über die nächsten vier Jahre abgearbeitet werden sollen. Das betrifft zum Beispiel Präventionsarbeit in Kitas und Schulen. Auch Lehrer, medizinisches Personal und die Polizei sollen besser geschult werden.

Die Zahlen in Deutschland sind hoch. Jede dritte Frau hat seit ihrem 15. Lebensjahr Gewalt erlebt. Allein im Jahr 2021 erfasste das Bundeskriminalamt über 143.000 Fälle von Gewalt in Partnerschaften. Davon waren rund 80 Prozent der Opfer Frauen. Im vergangenen Jahr wurden 113 Frauen von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Viele Betroffene zeigen solche Taten jedoch nicht an, weshalb die Dunkelziffer hoch bleibt.

Auch international gibt es schwere Vorfälle. Im Iran löste der Tod der 22-jährigen Mahsa Jina Amini eine große Protestwelle aus. Die junge Frau war von Sittenwächtern festgenommen worden, weil sie angeblich gegen die Kleiderordnung verstoßen hatte. Seit Mitte September demonstrieren Millionen Menschen im Iran gegen das System und die Diskriminierung von Frauen. Bürgermeister Bovenschulte spricht dabei seine volle Solidarität mit den Menschen aus.

Wer Hilfe braucht, kann sich in Bremen auf der Internetseite www.gewaltgegenfrauen.bremen.de informieren. Zudem gibt es die kostenlose Telefonhotline 08000 116 016, die rund um die Uhr erreichbar ist. Weitere Informationen finden sich unter www.hilfetelefon.de.

Quelle: Rathaus Bremen – zur Originalmeldung

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