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Bremen: Senat will Mieter vor Strom- und Gassperren schützen

Die Stadtregierung hat sich mit großen Vermietern und Mietervereinen getroffen. Ziel ist es, dass niemand im Winter im Kalten sitzt, wenn die Energiekosten zu hoch werden.

Im Bremer Rathaus (Stadtstaat Bremen) kam es zu einem wichtigen Treffen. Der Senat setzte sich mit Vertretern der Wohnungsbaugesellschaften, Mietervereinen und Energieunternehmen zusammen. Dabei ging es vor allem um eine Frage: Was passiert mit den Menschen, die ihre steigenden Strom- und Gasrechnungen nicht mehr bezahlen können?

An dem Gespräch nahmen unter anderem Bürgermeister Andreas Bovenschulte sowie die Senatoren für Bau, Soziales und Verbraucherschutz teil. Auf der Gegenseite saßen Vertreter von Firmen wie Vonovia, swb, Brebau, Espabau, Gewoba, Gewosie und der Wohnungsgenossenschaft Bremerhaven sowie Leute von Haus und Grund.

Alle Beteiligten waren sich in einem Punkt einig: Niemandem darf das Gas oder der Strom abgestellt werden, nur weil die Preise gestiegen sind. Bürgermeister Bovenschulte betonte, dass man gemeinsam nach Lösungen suchen müsse, so wie es bereits während der Corona-Pandemie funktioniert hat.

Um die Menschen zu unterstützen, gibt es verschiedene Angebote. Die Stadt hat einen eigenen Hilfsfonds für Härtefälle eingerichtet. Zudem gibt es eine Energiesparbroschüre der Bausenatorin, um den Verbrauch zu senken. Wer finanzielle Probleme hat, soll sich nicht schämen, zum Jobcenter oder zum Amt für Soziale Dienste zu gehen. Sozialsenatorin Anja Stahmann machte deutlich, dass man dort seine Rechte einfordert und kein Bittsteller ist.

Zusätzlich bietet die Verbraucherzentrale Bremen eine kostenlose Energieberatung an. Auf politischer Ebene plant die Stadt zudem eine Initiative im Bundesrat. Damit soll ein Verbot für Energiesperren im Winter erreicht werden. Ein Gaspreisdeckel wird ebenfalls als wichtige Entlastung für die Bevölkerung gesehen.

Ob die geplanten Maßnahmen ausreichen, um alle Betroffenen abzusichern, wird sich im kommenden Winter zeigen. Die Ermittlungen zur genauen Lage der Mieter dauern an.

Quelle: Rathaus Bremen – zur Originalmeldung

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