Bremen: Senat will Mieter vor Strom- und Gassperren schützen
Im Rathaus von Bremen (Freie Hansestadt Bremen) kam es am 26. August 2022 zu einem wichtigen Treffen. Bürgermeister Andreas Bovenschulte und drei Senatorinnen setzten sich mit Vertretern der Wohnungsbaugesellschaften, Mietervereinen und Energieversorgern zusammen. Unter anderem waren Firmen wie Vonovia, Gewoba, Brebau, Espabau, Gewosie sowie die swb und die Wohnungsgenossenschaft Bremerhaven dabei.
Im Mittelpunkt stand die Angst vieler Menschen vor den steigenden Energiepreisen. Die Beteiligten einigten sich auf einen wichtigen Grundsatz: Niemand in Bremen, Bremen-Nord oder Bremerhaven soll im Winter im Kalten sitzen. Es soll verhindert werden, dass Gas oder Strom abgestellt wird, nur weil die Preise so stark gestiegen sind, dass die Rechnung nicht mehr bezahlt werden kann.
Die Stadt bietet dafür verschiedene Hilfen an. Es gibt einen eigenen Hilfsfonds für Härtefälle. Zudem betonten die Verantwortlichen, dass Menschen, die bisher nie staatliche Hilfe brauchten, jetzt ohne Scham zum Jobcenter oder zum Amt für Soziale Dienste gehen sollen. Wer dort Hilfe holt, ist kein Bittsteller, sondern nutzt seine Rechte.
Um die Kosten langfristig zu senken, gibt es eine Energiesparbroschüre der Stadt. Außerdem bietet die Verbraucherzentrale Bremen eine kostenlose Energieberatung an. Die Politik will zudem auf Bundesebene ein Verbot für Energiesperren erreichen und fordert einen Deckel für die Gaspreise.
Ob diese Maßnahmen ausreichen, um alle Betroffenen abzusichern, wird sich im kommenden Winter zeigen. Die Ermittlungen über den genauen Bedarf an Hilfsgeldern dauern an.