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Bremen: Senat und Handwerkskammer planen gegen Fachkräftemangel

Die Stadtregierung und die Handwerkskammer haben sich zusammengesetzt. Im Fokus stehen die Ausbildung, der Klimaschutz und die Folgen des Ukraine-Kriegs.

Der Senat von Bremen (Stadtstaat Bremen) traf sich am 15. März 2022 mit dem Vorstand und der Geschäftsführung der Handwerkskammer. In dem Gespräch ging es vor allem darum, wie das Handwerk in Zukunft erfolgreich bleiben kann. Dabei standen vier große Themen auf dem Tisch: die Ausbildung neuer Leute, der Klimawandel, die Digitalisierung und die Probleme bei den Baumaterialien.

Ein großes Problem ist der Mangel an Fachkräften. In einigen Berufen gibt es zu wenig Leute, die eine Lehre anfangen wollen, in anderen fehlen die freien Plätze. Deshalb will die Stadt die Betriebe unterstützen. Mit dem Programm „Ausbildung Innovativ“ sollen Maßnahmen entwickelt werden, die besonders Jugendlichen helfen, die mehr Unterstützung brauchen. Hierbei helfen auch neue Ausbildungsbegleiter in der Kammer. Zudem wurde über das europäische Programm „Erasmus+“ gesprochen, das Azubis Möglichkeiten im Ausland bietet.

Auch beim Klimaschutz ist das Handwerk gefragt. Wenn öffentliche Gebäude energetisch saniert werden oder moderne Technik wie Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen eingebaut werden, braucht die Stadt die Handwerker. Beispiele für solche Projekte sind der Ellener Hof in Holzbauweise oder das Klimaquartier in Grohn. Durch den Krieg in der Ukraine ist es nun noch wichtiger geworden, unabhängig von fossilen Brennstoffen zu werden. Dafür werden aber noch mehr qualifizierte Fachkräfte benötigt.

Um die Bürokratie zu senken, soll die Verwaltung digitaler werden. Die Handwerkskammer begrüßt es, dass Bauanträge schneller digital bearbeitet werden sollen. Das könnte helfen, die Wohnungsknappheit zu bekämpfen, weil Bauvorhaben so schneller starten. Gegen die Materialengpässe der letzten Zeit will die öffentliche Hand mit Krediten, Härtefallhilfen oder speziellen Preisgleitklauseln helfen.

Neben diesen Themen sprachen die Teilnehmer über den Krieg in der Ukraine und darüber, wie man Flüchtlingen helfen kann. Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Präses Thomas Kurzke betonten, dass dieser regelmäßige Austausch wichtig sei, um die rund 5.400 Betriebe in Bremen und Bremerhaven mit ihren 32.000 Beschäftigten zu sichern.

Quelle: Rathaus Bremen – zur Originalmeldung

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