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Bremen präsentiert neuen Senatswein aus der Moselregion

Der Bremer Ratskeller und der Martinshof haben den neuen Jahrgang 2021 vorgestellt. Die besonderen Rieslinge stammen aus einem Projekt, bei dem Menschen mit Behinderung mithelfen.

Im Kaminsaal des Bremer Rathauses (Innenstadt) wurde am 19. Juli 2022 der neue Bremer Senatswein präsentiert. Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte nahm an dem Termin teil. Es gibt zwei Sorten des Rieslings: einen feinherben und einen fruchtsüßen Tropfen. Beide stammen aus dem sogenannten „Bremer Weinberg“, einem steilen Stück Land namens „Erdener Treppchen“ in Erden an der Mosel.

Das Projekt läuft bereits seit zehn Jahren. Dabei arbeiten mehrere Partner zusammen: der Bremer Ratskeller, der Senat, die Werkstatt Bremen, die Stiftung Martinshof und der Förderverein Römerkelter Erden e.V. Eine Besonderheit ist die soziale Arbeit dahinter. Im Martinshof helfen Menschen mit Handicap aktiv mit. Sie pflegen die Rebstöcke, helfen bei der Ernte und kleben die Etiketten auf die Flaschen. Damit wird Inklusion im Arbeitsleben direkt in die Produktion eingebunden.

Auch die Politik ist gefordert: Bei der jährlichen Weinlese an der Mosel muss mindestens ein Mitglied des Bremer Senats persönlich dabei sein. Bürgermeister Bovenschulte betonte, dass der Ratskeller wichtig für das Image der Stadt in der ganzen Welt sei. Er erinnerte daran, dass er Anfang Juli sogar Fürst Albert II. von Monaco durch die historischen Weinkeller des Rathauses geführt hatte. Dort lagert unter anderem Deutschlands ältester Fasswein aus dem Jahr 1653.

Ratskellermeister Karl-Josef Krötz beschrieb die neuen Weine als schlank und mineralisch. Sie schmecken nach frischen Äpfeln, weißem Pfirsich und Zitrusfrüchten. Da die Stückzahl gering ist, dürften die Flaschen schnell zum Sammlerstück werden. Es gibt jeweils nur 1.000 Flaschen pro Sorte. Eine 0,75-Liter-Flasche des feinherben Weins sowie eine 0,5-Liter-Flasche des fruchtsüßen Weins kosten jeweils 13,50 Euro.

Wer die Weine kaufen möchte, kann dies ab Mittwoch, dem 20. Juli 2022, tun. Sie sind im Weinverkauf des Rathauses am Schoppensteel 1, im Martinshof City Shop am Markt 1 sowie in der Filiale im Weserpark in Bremen-Osterholz erhältlich.

Zusätzlich gibt es nun ein Projekt in Bremen-Hastedt. In der Gärtnerei des Martinshofs wurde ein kleiner Weingarten angelegt. Dort gibt es verschiedene Rebsorten und einen speziellen Pfirsichbaum aus der Moselregion. So sollen die Bremer Bewohner das Ökosystem Wein auch vor Ort kennenlernen. Die Weinkultur in Deutschland gehört seit 2021 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.

Quelle: Rathaus Bremen – zur Originalmeldung

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