Bremen plant Umbau von Parkhaus Mitte und Uni-Campus
Der Bremer Senat hat zwei große Pläne für die Innenstadt (Bremen) beschlossen. Zuerst geht es um das Parkhaus Mitte. Das Gebäude soll von der Firma Brepark an die städtische Wohnungsgesellschaft Brebau verkauft werden. Die Stadt will das Grundstück so in eigener Hand haben, um die Entwicklung schneller voranzutreiben.
Bis zum Jahreswechsel 2022/2023 soll eine erste Vereinbarung, ein sogenannter Letter of Intent, vorliegen. Darin wird genau festgelegt, was auf dem Gelände passieren soll. Es geht dabei um die Verteilung der Flächen, energetische Vorgaben und eine Quote für Sozialwohnungen. Auch Regeln zum Mobilitätsortsgesetz sollen hinein. Die Stadt will dort neben dem Einzelhandel auch Wohnungen, Kultur, Wissenschaft und Tourismus ansiedeln.
Parallel dazu gibt es Neuigkeiten für die Universität. Die Uni soll einen zweiten Campus in der Innenstadt bekommen. Lange Zeit wurde über das Areal am Brill nachgedacht, doch das Gebäude müsste zu stark saniert werden. Stattdessen ist man nun auf die ehemalige Immobilie der Landesbank, heute die NordLB, am Domshof gestoßen.
Das Gebäude aus dem Jahr 2016 ist technisch und energetisch modern. Die Räume lassen sich leicht an die Bedürfnisse der Uni anpassen, und es gibt bereits eine Kantine, die als Mensa genutzt werden kann. Der Senat hat die Senatorin für Wissenschaft und Häfen nun gebeten, die Mietverhandlungen mit dem Eigentümer fortzusetzen.
Die Politik sieht darin eine Chance, die City wieder lebendiger zu machen. Besonders am Domshof soll das Erdgeschoss des Uni-Gebäudes öffentlich zugänglich bleiben, zum Beispiel durch Gastronomie. Die Stadt möchte so die Attraktivität steigern und die über 50.000 Arbeitsplätze in der Innenstadt sichern.
Ob und wann die Verträge final unterschrieben werden, steht noch nicht fest. Die Verhandlungen mit den Eigentümern und Beteiligten laufen derzeit.