Bremen: Neues Forschungszentrum für KI eröffnet
In der Robert-Hooke-Straße 1 (Bremen) gibt es jetzt deutlich mehr Platz für die Forschung an Künstlicher Intelligenz. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) hat dort einen neuen Erweiterungsbau eröffnet. Rund 90 Gäste aus der Politik, der Wirtschaft und der Wissenschaft waren bei dem Festakt dabei.
Der neue Anbau ist gewaltig: Er bringt etwa 4.500 Quadratmeter zusätzliche Fläche. Das Herzstück ist eine 17 Meter hohe Multifunktionshalle. Dort wurde sogar eine künstliche Kraterlandschaft eingebaut, um Roboter unter speziellen Bedingungen zu testen. Ein Deckenkran kann Lasten von bis zu 12,5 Tonnen heben. Außerdem gibt es ein sogenanntes Living Lab, das sechseinhalb Meter hoch ist. Hier können Forscher mit Laufrobotern und Exoskeletten experimentieren, wobei eine Anlage die Schwerkraft ausgleicht.
Das DFKI forscht in Bremen schon seit über 15 Jahren. Die Experten arbeiten an Lösungen, die den Alltag erleichtern sollen. Das reicht von Robotern für gefährliche Gebiete über Hilfe bei der Reha nach einem Schlaganfall bis hin zu smarter Abfallwirtschaft. Auch für selbstfahrende Autos und das Smart Home werden Systeme entwickelt. Aktuell arbeiten dort 163 Mitarbeiter, unterstützt von etwa 80 Studenten und Gastforschern.
Finanziert wurde der Neubau zu einem Drittel durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Rest zahlte das Zentrum aus eigenen Mitteln. Neben den Laboren und Werkstätten profitiert auch die hauseigene Kinderbetreuung, die nun eine eigene Terrasse und einen Spielplatz bekommen hat.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte und andere Politiker betonten bei der Eröffnung, dass der Standort wichtig für hochqualifizierte Arbeitsplätze in der Hansestadt sei. Die Forschung soll dabei schnell in echte Anwendungen für die Wirtschaft und die Gesellschaft fließen. So könnten zum Beispiel robuste Systeme aus der Raumfahrt später in der Medizin oder in der Tiefsee eingesetzt werden.