Zum Inhalt springen
newssofort.de

Bremen: Neue Stiftung hilft beim Wiederaufbau der Ukraine

Zwei Bremer Unternehmer gründen eine private Stiftung, um zerstörte Krankenhäuser und Schulen in der Ukraine zu unterstützen.

Im Bremer Rathaus wurde am 24. August die private „Stiftung Solidarität Ukraine“ offiziell vorgestellt. Das Datum war bewusst gewählt: Es ist der Tag der Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion und genau ein halbes Jahr nach Beginn des russischen Angriffs.

Die Idee dazu hatten Thomas Armerding von der Hansa-Flex AG und Jan-Oliver Buhlmann von der Buhlmann Rohr-Fittings-Stahlhandel GmbH + Co. KG. Die beiden hatten ihren Plan bereits im März Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte präsentiert. Im Mai wurde die Stiftung gegründet und vor Kurzem gaben die Aufsichtsbehörden grünes Licht für den Start.

Die Stiftung will vor allem dort helfen, wo die Infrastruktur zerstört wurde. Geplant ist die Unterstützung beim Wiederaufbau von Einrichtungen im Gesundheitswesen, in der Jugend- und Altenhilfe sowie bei Schulen. Außerdem soll die Stiftung direkt Menschen helfen, die auf der Flucht sind, Verfolgte, Kriegsgefangene oder Angehörige von Kriegsopfern.

Das Besondere ist die Form der Stiftung: Es handelt sich um eine sogenannte „Verbrauchsstiftung“. Das bedeutet, dass das Geld nicht nur über die Zinsen ausgezahlt wird, sondern das gesamte Vermögen für die Hilfe aufgebraucht werden darf. So kann die Stiftung auch bei niedrigen Zinsen schnell und effektiv wirken.

Vorstände der Stiftung sind Jan-Oliver Buhlmann und Alina Armerding. Für sie ist die Hilfe ein persönliches Anliegen. Sie wollen langfristig unterstützen und die Projekte in der Ukraine selbst auswählen. Bürgermeister Bovenschulte begrüßte die Initiative und rief dazu auf, die Stiftung mit weiteren Spenden zu unterstützen.

Im Kuratorium sitzt unter anderem Pastor Andreas Hamburg von der St.-Markus-Gemeinde. Er kommt selbst aus der Ukraine und arbeitete früher als Pastor in Odessa und Charkiv.

Zusätzlich zur Stiftung gibt es noch ein weiteres Projekt: Jan-Oliver Buhlmann hat zusammen mit anderen Bremer Firmen ein Job-Portal unter www.Robota-Germany.com ins Leben gerufen. Dort sollen geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer Unterstützung bei der Jobsuche finden.

Quelle: Rathaus Bremen – zur Originalmeldung

← Zurück zur Übersicht