Bremen gedenkt an Bundespräsident Karl Carstens
In Bremen (Stadtstaat Bremen) wurde heute an Karl Carstens erinnert. Der ehemalige Bundespräsident starb vor genau 30 Jahren. Um ihn zu ehren, trafen sich Vertreter des Bundespräsidenten, des Bremer Senats und des Ministerpräsidenten aus Nordrhein-Westfalen auf dem Riensberger Friedhof. Dort legten sie in einer stillen Zeremonie Kränze nieder.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte betonte, dass Carstens eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Stadt sei. Er habe seine Heimat nie vergessen, egal wie hoch er in der Politik aufstieg. Carstens wurde 1914 im Stadtteil Schwachhausen geboren. Er studierte Jura, promovierte und arbeitete nach dem Krieg zuerst in einer Bremer Anwaltskanzlei. Schon damals half er dem damaligen Bürgermeister Theodor Spitta bei der Arbeit an der Bremer Landesverfassung.
Danach zog es ihn für ein Studium an die Yale-Universität in den USA. Als er zurückkehrte, wurde er von 1949 bis 1954 der erste Bevollmächtigte Bremens beim Bund. Später arbeitete er im Auswärtigen Amt, bevor er voll in die Politik einstieg. 1972 zog er in den Bundestag ein. Von 1973 bis 1976 leitete er die CDU/CSU-Fraktion und war danach bis 1979 Bundestagspräsident.
Seinen Karrierehöhepunkt erreichte er schließlich als fünfter deutscher Bundespräsident, ein Amt, das er von 1979 bis 1984 bekleidete. Die heutige Gedenkfeier markiert den offiziellen Abschluss der Erinnerungen zum 30. Todestag.