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Bremen gedenkt am Bunker Valentin der Opfer des Faschismus

Bürgermeister Bovenschulte und Frank Imhoff haben am offiziellen Gedenktag zum Ende des Zweiten Weltkriegs einen Kranz niedergelegt. Im Fokus standen neben der Geschichte auch die aktuellen Leiden in der Ukraine.

Am Sonntag trafen sich die Spitzen der Bremer Politik am Denkort Bunker Valentin (Bremen-Nord). Um 15 Uhr legten Bürgermeister Andreas Bovenschulte und Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff dort einen Kranz nieder. Seit zwei Jahren ist der 8. Mai in Bremen ein offizieller Gedenktag. Er soll an das Leid erinnern, das der Faschismus und der Krieg in der Welt hinterlassen haben.

Bei der Gedenkstunde waren viele wichtige Leute dabei. Neben den Fraktionschefs und Vertretern von Opfergruppen kamen auch Schüler der Humboldtschule aus Bremerhaven. Die Jugendlichen lasen aus den Erinnerungen des ehemaligen Häftlings André Migdal vor. Sein Sohn und Enkel waren ebenfalls anwesend. Die Sängerin Natalie Shtefunyk steuerte zwei Lieder bei, in denen es um das Leid der Mütter in der Ukraine geht.

Die Veranstaltung richtete sich an alle, die unter den Nazis gelitten haben. Dazu gehörten jüdische Menschen, Sinti und Roma, politisch Verfolgte sowie Homosexuelle. In den Reden wurde aber auch eine Brücke in die Gegenwart geschlagen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine stand im Mittelpunkt. Die Redner sprachen über die aktuellen Verbrechen, aber auch über die Tötungspolitik der Nazis in der Ukraine zwischen 1941 und 1945. Damals starben Millionen Ukrainer als Zivilisten oder Soldaten, viele andere wurden zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt.

Bürgermeister Bovenschulte mahnte in seiner Rede zur Verantwortung. Er betonte, dass der Faschismus damals tief in der Gesellschaft verwurzelt war und Hitler von vielen Menschen bewusst gewählt wurde. Da aktuell viele Geflüchtete aus der Ukraine in Bremen und Bremerhaven Zuflucht suchen, sprach er sich klar für die Solidarität mit den Betroffenen aus. Er rief dazu auf, den Krieg nicht in die eigenen Städte zu tragen und stattdessen auf ein friedliches Miteinander zu setzen.

Quelle: Rathaus Bremen – zur Originalmeldung

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