Bremen feiert über 60 Jahre Raumfahrt
Im Juni 1961 ging es in Bremen ( Freie Hansestadt Bremen) los. Mit der Gründung des sogenannten Entwicklungsrings Nord, kurz ERNO, startete die Raumfahrt in der Stadt. Eigentlich wollte man das 60-jährige Bestehen schon vor einem Jahr feiern, doch die Pandemie machte das damals nicht möglich. Deshalb feiern die Mitarbeiter von Airbus Defence and Space und der ArianeGroup nun mit einer kleinen Verspätung dieses Jubiläum.
In den sechziger bis neunziger Jahren ging es in Bremen richtig schnell voran. Zuerst bauten die Ingenieure Trägerraketen für die Programme Europa und Ariane. Kurz darauf kamen Satelliten, Roboter und die bemannte Raumfahrt dazu. Namen wie Spacelab, Columbus oder ATV sind heute weltweit bekannt und eng mit der Arbeit in Bremen verknüpft.
Aktuell arbeiten rund 1.000 Menschen bei Airbus und der ArianeGroup in der Stadt. Sie fertigen vor allem die Oberstufen der Raketen Ariane 5 und der neuen Ariane 6. Außerdem bauen sie das Europäische Service Module (ESM), das für die Mondmissionen der NASA im Rahmen des Artemis-Programms wichtig ist.
Die Politik unterstützt den Standort. Bürgermeister Andreas Bovenschulte betont, dass die internationale Raumfahrt ohne Bremen nicht denkbar wäre. Er will, dass die Erfolge der Stadt noch bekannter werden, weil die Technik auch beim Klimaschutz, der Sicherheit und der Kommunikation hilft. Auch die Senatorinnen Kristina Vogt und Claudia Schilling loben das Know-how der Mitarbeiter und die gute Zusammenarbeit mit den Universitäten. So finden viele junge Leute nach ihrem Studium direkt einen Job in der Branche vor Ort.
Der Senat hat angekündigt, dass die Stadt die Raumfahrt auch in Zukunft unterstützen wird, damit der Weg für neue Innovationen frei bleibt.