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Bremen feiert Rückkehr des Betriebsräteempfangs im Rathaus

Nach zwei Jahren Pause trafen sich wieder etwa 250 Vertreter von Betriebs- und Personalräten im Bremer Rathaus. Im Mittelpunkt standen die Energiekrise und die Zukunft der Arbeit.

Im Bremer Rathaus (Bremen) war es am 21. November wieder so weit: In der Oberen Halle fand der traditionelle Empfang für Betriebs- und Personalräte statt. Zuvor musste die Veranstaltung zwei Jahre lang ausfallen, weil die Corona-Regeln es nicht zuließen.

Insgesamt kamen rund 250 Gäste zusammen. Der Empfang hat eine lange Tradition und wird bereits seit 1967 gefeiert. Er erinnert an die Volksabstimmung über die Bremer Landesverfassung von 1947. In dieser Verfassung ist nämlich festgeschrieben, dass die Mitbestimmung in Betrieben und Ämtern ein wichtiges Recht ist. Bürgermeister Andreas Bovenschulte betonte vor den Gästen, dass Mitbestimmung dafür sorgt, dass Chefs und Angestellte auf Augenhöhe miteinander reden. Das sei wichtig für den sozialen Frieden und den wirtschaftlichen Erfolg.

Doch die Stimmung war nicht nur feierlich. Bovenschulte sprach offen über die schwierige Lage. Die Pandemie und der Krieg in der Ukraine hätten tiefe Spuren hinterlassen. Die Lieferketten seien immer noch nicht stabil, die Energiepreise seien extrem gestiegen und die Klimakrise werde schlimmer. Er sprach von einer mehrdimensionalen Krise, die soziale, wirtschaftliche und ökologische Bereiche betrifft.

Um den Menschen, Vereinen und Firmen durch den Winter zu helfen, setzt der Senat auf finanzielle Unterstützung. Für die Folgen des Krieges in Bremen und Bremerhaven stehen 500 Millionen Euro bereit. Weitere 2,5 Milliarden Euro sollen in den Klimaschutz und den Umbau der Industrie fließen. Bovenschulte rief die Betriebs- und Personalräte dazu auf, in diesen unsicheren Zeiten für Stabilität zu sorgen.

Das Hauptthema des Abends war die Energiewende und wie die aktuelle Krise die Arbeit in den Betrieben und Dienststellen verändert. Neben dem Bürgermeister hielten auch der DGB-Vorsitzende Ernesto Harder, Vertreter der Ariane Group GmbH, des Martinsclubs Bremen sowie ein Sprecher des Personalrats der Polizei Reden.

Quelle: Rathaus Bremen – zur Originalmeldung

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