Bremen feiert Ramadan-Empfang im Rathaus
Im Bremer Rathaus (Bremen) war am Dienstag wieder viel los. In der Oberen Halle fand der traditionelle Ramadan-Empfang statt. Das Fest gibt es eigentlich schon seit 1998 jedes Jahr, doch wegen der Corona-Pandemie war es seit 2019 nicht mehr möglich, die Gäste einzuladen.
Diesmal waren es über 200 Leute. Es kamen Menschen aus den religiösen Gemeinden, aber auch Leute aus der Politik, der Verwaltung und der Wirtschaft. Das Programm startete mit einer Rezitation aus dem Koran. Danach hielt Bürgermeister Andreas Bovenschulte eine Rede.
Bovenschulte sprach darin deutlich gegen Islamfeindlichkeit. Er verurteilte Angriffe auf Moscheen und die Diskriminierung von Muslimen im Alltag. Er machte klar, dass es in Bremen keinen Platz für Hetze gibt und dass Muslime ein ganz normaler Teil der Stadt sind. Deshalb sei es wichtig, dass sich Vertreter jüdischer, christlicher und staatlicher Gruppen im Rathaus treffen, um Solidarität zu zeigen.
Der Bürgermeister betonte, dass das Rathaus allen Bürgern gleichermaßen gehöre. Er zeigte sich stolz darauf, dass Menschen verschiedener Religionen in Bremen friedlich zusammenleben. Trotzdem erinnerte er an den Krieg in der Ukraine. Er sagte, dass Frieden leider keine Selbstverständlichkeit sei, während Millionen Menschen unter dem russischen Angriff leiden.
Auch andere Redner kamen zu Wort. Murat Celik von der Schura Bremen, die türkische Generalkonsulin Gül Özge Kaya sowie Grigori Pantijelew von der Jüdischen Gemeinde und Bernd Kuschnerus von der evangelischen Kirche sprachen zu den Gästen. Alle waren sich einig: Der Krieg in der Ukraine muss so schnell wie möglich enden.