Bremen feiert großes Curry-Essen im Rathaus
Im Bremer Rathaus (Bremen) war am 23. April wieder richtig was los. Der Ostasiatische Verein (OAV) feierte sein 121. Stiftungsfest in der Oberen Rathaushalle. Eigentlich findet die Party immer am letzten Freitag im Februar statt. Doch wegen der Corona-Pandemie musste man dieses Jahr bis Ende April warten, damit die rund 250 Gäste sicher gemeinsam essen konnten.
Es war ein hochkarätiger Abend. Elf Botschafter aus Ländern wie Indien, Australien, Indonesien und Myanmar waren dabei. Auch die Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Sarah Ryglewski, und der Investor Dr. Serg Bell kamen als Ehrengäste. Bevor es an das Essen ging, unterschrieben zwölf Vertreter der Botschaften im Senatssaal im Goldenen Buch der Stadt.
Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte nutzte die Gelegenheit für eine deutliche Rede. Er sprach über den Angriff Russlands auf die Ukraine und machte klar: Die Schuld liegt allein bei Russland. Er forderte, dass die Waffen schweigen und die Truppen abziehen müssen. Außerdem warnte er davor, sich wirtschaftlich zu sehr von anderen Ländern abhängig zu machen – so wie es bei Gas aus Russland oder Masken aus China passiert sei. Trotzdem wolle er keine Abschottung, sondern internationale Kontakte pflegen.
Der Verein selbst feierte eigentlich sein 120-jähriges Jubiläum, allerdings mit einem Jahr Verspätung. Thomas Kriwat, der Vorsitzende des OAV, erinnerte daran, dass der Verein schon 1901 von Kaufleuten und Kapitänen gegründet wurde. Bis heute geht es darum, die Freundschaft zu Asien zu pflegen und sich bei einem Curry-Essen auszutauschen. Mit dem Festmahl wurden zudem Spenden für wohltätige Zwecke in Asien gesammelt.
Das Fest im Rathaus ist eine lange Tradition und findet dort bereits seit 1951 statt. Es gilt als einer der gesellschaftlichen Höhepunkte in Bremen.