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Bremen feiert 75 Jahre als eigenes Land

Bürgermeister Andreas Bovenschulte lud verdiente Bürger zu einer Kaffeetafel ins Rathaus ein. Anlass war das Jubiläum der Neugründung des Landes Bremen.

In der Oberen Rathaushalle in Bremen (Bundesland Bremen) kamen am Mittwoch rund 100 Gäste zusammen. Bürgermeister Andreas Bovenschulte hatte sie zu einer Kaffeetafel eingeladen. Es waren Menschen dabei, die sich besonders für die Stadtgesellschaft, das Land Bremen oder die gesamte Bundesrepublik Deutschland eingesetzt haben.

Der Termin war Teil eines größeren Feiertags. Zuvor hatten die Menschen am Vormittag auf dem Marktplatz beim Mitsingfest das Welterbe gefeiert. In der Rathaushalle ging es dann ruhiger zu. Über eine Stunde lang suchte der Bürgermeister das persönliche Gespräch mit seinen Gästen. Er wollte wissen, wie die Leute ihr Bundesland wahrnehmen und was sie bei ihrem Engagement antreibt. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie die Zukunft der Städte gestaltet werden kann.

Der Anlass für das Fest ist eine historische Besonderheit: Das Land Bremen feiert 2022 den 75. Jahrestag seiner Wiederherstellung. Damit ist der Zwei-Städte-Staat sogar älter als die Bundesrepublik Deutschland, die erst 1949 gegründet wurde. Alles begann am 21. Januar 1947, als der US-Militärgouverneur Joseph T. McNarney die sogenannte Proklamation No. 3 unterzeichnete. Mit diesem Dokument wurde die Freie Hansestadt Bremen wieder ein eigenständiges Land.

Die Regelung trat am nächsten Tag in Kraft, galt aber rückwirkend zum 1. Januar 1947. Seitdem besteht das Land aus der Stadt Bremen und der etwa 60 Kilometer nördlich gelegenen Stadt Wesermünde, aus der später Bremerhaven wurde.

Quelle: Rathaus Bremen – zur Originalmeldung

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