Bremen: Fahrverbote und Betrug bei Raser-Kontrollen
Am Samstagabend, dem 18. Juli 2026, trafen sich in Bremen-Obervieland (Ortsteil Habenhausen) zahlreiche Tuning-Fans. Ab etwa 21 Uhr sammelten sich auf einem Parkplatz in der Steinsetzer Straße bis zu 90 Fahrzeuge. Die Polizei Bremen war die ganze Zeit über vor Ort und beobachtete die Szene. Bei diesem Treffen lief alles ruhig ab und es gab keine Verstöße.
Am Rande der Veranstaltung tauchten jedoch einige Leute auf, die eher zur Raser- und Poserszene gehörten. Die Polizisten sprachen diese Menschen sofort an. Daraufhin verließen sie den Parkplatz wieder. Das Treffen endete schließlich gegen 01:45 Uhr.
Fast zeitgleich startete die Polizei eine Aktion gegen Raser im Bremer Westen. Ab Mitternacht standen die Beamten in der Bremerhavener Straße in Bremen-Walle mit Geschwindigkeitsmessungen an der Straße. Die Ergebnisse waren deutlich: Fünf Fahrer waren so schnell, dass sie ein Fahrverbot bekommen. Die gemessenen Geschwindigkeiten lagen zwischen 88 und 107 km/h, obwohl dort nur 50 km/h erlaubt sind.
Ein besonderer Fall war ein Mann in einem Mercedes AMG. Als die Polizisten seine Daten prüfen wollten, gab er die Personalien seines Bruders an. Dabei kam heraus, dass der Fahrer selbst gar keinen gültigen Führerschein mehr hatte. Er hatte sich zuvor schon mehrfach im Straßenverkehr gefährdet.
Die Polizei will solche Kontrollen in den nächsten Wochen fortsetzen. Die Beamten wollen die Raser- und Poserszene konsequent bekämpfen, damit es an den bekannten Treffpunkten wieder sicherer wird. Ob gegen den Mercedes-Fahrer wegen der falschen Angaben auch ein Strafverfahren eingeleitet wurde, ist noch nicht bekannt. Die Ermittlungen dauern an.