Bremen erntet Senatswein an der Mosel
Am Samstag, den 15. Oktober 2022, ging es für eine Gruppe aus Bremen an die Mosel. Ziel war der sogenannte „Bremer Weinberg“ im Ort Erden (Rheinland-Pfalz), der auch als „Erdener Treppchen“ bekannt ist. Dort wurde die Weinlese für den Senatswein des Jahrgangs 2022 gestartet.
Bürgermeister Andreas Bovenschulte packte selbst mit an. Zusammen mit den Winzern, dem Bremer Ratskellermeister und einem Team vom Martinshof half er tatkräftig beim Pflücken der Trauben. Begrüßt wurden die Gäste aus dem Norden an der Römischen Kelteranlage, die am Fuße des Weinbergs liegt. Dort war auch die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, anwesend.
Neben den Politikern waren weitere wichtige Menschen dabei. So reisten die neue Deutsche Weinkönigin Katrin Lang sowie der scheidende Bremer Ratskellermeister Karl-Josef Krötz an. Letzterer wurde bei dem Termin besonders geehrt. Krötz hatte die Zusammenarbeit zwischen Bremen und Erden bereits im Jahr 2000 mitbegründet. Was anfangs als Hilfe zum Erhalt der alten Kelteranlage begann, führte 2012 zur Produktion des eigenen Senatsweines.
Das Projekt hat auch eine soziale Seite. Der Bremer Martinshof sorgt dafür, dass Menschen mit Handicap in die Gesellschaft und den Beruf integriert werden. Die Beschäftigten des Martinshofes helfen jedes Jahr im Weinberg bei der Pflege der Reben und bei der Ernte. Das Ergebnis ist ein hochwertiger Riesling in kleiner Auflage, der bei Kennern sehr beliebt ist.
Die Tradition des Bremer Ratskellers reicht über 600 Jahre zurück. Dort werden traditionell nur deutsche Weine ausgeschenkt. Mit rund 1.200 Sorten gilt das Sortiment als das größte weltweit. Dass die Weinkultur in Deutschland so wichtig ist, zeigt auch die Aufnahme in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes der UNESCO im Jahr 2021.