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Bremen empfängt Gäste zum Deutschen Schifffahrtstag

Im Bremer Rathaus kamen hunderte Experten aus Politik und Seefahrt zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Schiffe in Zukunft sauberer fahren können.

In der Oberen Halle des Bremer Rathauses (Stadtstaat Bremen) wurde es am Donnerstag gesellig. Rund 320 geladene Gäste aus der Politik, der Wissenschaft und der Seefahrt trafen sich dort zum Senatsempfang. Serviert wurde unter anderem hanseatische Erbsensuppe. Der Anlass war der 36. Deutsche Schifffahrtstag, der unter dem Motto „Nachhaltige Schifffahrt; Gemeinsam, klar, sauber!“ stand.

Bürgermeister Dr. Andreas Bovenschulte sprach bei der Veranstaltung über die großen Probleme der Branche. Er betonte, dass die Schifffahrt klimaneutral werden müsse, um zukunftsfähig zu bleiben. Neben dem Umweltschutz sorgte sich der Bürgermeister vor allem um den Nachwuchs. Es fehle an Fachkräften und dem nötigen Wissen, was sowohl für die zivile Schifffahrt als auch für die Marine ein riesiges Problem sei.

Auch die Wissenschaft brachte ihre Sicht ein. Prof. Dr. Antje Boetius vom Alfred-Wegener-Institut aus Bremerhaven erklärte in einem Vortrag, dass die Menschheit zwar seit Jahrtausenden vom Meer lebt, die moderne Schifffahrt aber zu stark von fossilen Brennstoffen abhänge. Sie forderte mehr Investitionen vom Staat in neue Technologien. Als Beispiel nannte sie das Küstenschiff Uthörn und den Nachfolger des Polarstern, die mit umweltschonenden Antrieben aus Deutschland ausgestattet werden sollen.

Zum Abschluss blickte Kapitän Wilfried Meier-Hansen auf die Geschichte zurück. Der Schifffahrtstag startete bereits 1909 in Berlin. In Bremen fand das Event erst zweimal statt, nämlich 1920 und 1959. Damit war der diesjährige Termin der dritte Besuch in der Hansestadt. Meier-Hansen betonte, dass es erst nach mehreren Versuchen geklappt habe, die Veranstaltung wieder nach Bremen zu holen, was vor allem an der guten Zusammenarbeit der Partner gelegen habe.

Quelle: Rathaus Bremen – zur Originalmeldung

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