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Bremen: Diskussion über friedliches Zusammenleben im Rathaus

Bürgermeister Andreas Bovenschulte lud gemeinsam mit einem Friedensverein zu einer Debatte ins Rathaus ein. Rund 90 Gäste diskutierten über Hoffnung und Dialog.

Im Kaminsaal des Rathauses in Bremen ( Freie Hansestadt Bremen) kamen am Mittwoch, den 7. September 2022, etwa 90 Menschen zusammen. Auslöser war eine Einladung des Bürgermeisters Andreas Bovenschulte und des Vereins "Friedenstunnel - Bremen setzt ein Zeichen e.V.". Im Mittelpunkt stand die Frage, ob ein friedliches Zusammenleben in der heutigen Zeit Hoffnung oder nur eine Illusion sei.

Bürgermeister Bovenschulte sprach vor den Gästen, unter denen auch Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften waren. Er dankte der Vereinsvorsitzenden Regina Heygster für ihre Arbeit. Mit Blick auf die aktuelle Lage in der Welt betonte er, dass man jede Chance nutzen müsse, um Frieden zu schaffen. Dabei sei es völlig normal, dass Menschen unterschiedliche Meinungen darüber haben, wie man dieses Ziel erreicht. Gerade in Zeiten von Kriegen und Krisen sei ein respektvoller Austausch zwischen verschiedenen Weltanschauungen wichtig.

Nach der Rede folgte eine Podiumsdiskussion. Die Kulturanthropologin Dr. Ferdaouss Adda und der ehemalige Werder-Bremen-Manager Willi Lemke erzählten von ihren eigenen Erfahrungen. Beide waren sich einig: An einem friedlichen Miteinander müsse man jeden Tag aufs Neue arbeiten.

Dr. Adda sprach über ihre Arbeit im Bremer Theater. Sie erklärte, dass man einen stabilen Rahmen brauche, damit Menschen aus verschiedenen Kulturen und Berufen gut miteinander reden können. Ihr Ziel sei es, alle Mitbürger in die kulturellen Einrichtungen der Stadt einzubeziehen.

Willi Lemke zog Parallelen zu seiner Zeit als Manager beim SV Werder. Er berichtete, dass klare Strukturen und feste Aufgabenbereiche in einem Team helfen könnten, Aggressionen zu vermeiden. Wer sich in andere hineindenken könne, schaffe die Basis für ein friedliches Miteinander. Das gelte für das Privatleben genauso wie für den Job. In der aktuellen Weltlage sei vor allem Diplomatie gefragt.

Weitere Informationen zum Verein gibt es über die Webseite des Friedenstunnels.

Quelle: Rathaus Bremen – zur Originalmeldung

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