Bremen: Bürgermeister verteidigt Landesarchäologin gegen Vorwürfe
In Bremen (Stadtstaat Bremen) gibt es Streit um eine große Ausgrabung. Eine Bürgerinitiative hat schwere Vorwürfe gegen die Landesarchäologin Prof. Uta Halle erhoben. Die Gruppe behauptet, die Wissenschaftlerin habe Funde unterschlagen.
Bürgermeister und Kultursenator Andreas Bovenschulte weist diese Anschuldigungen nun deutlich zurück. Er nennt die Vorwürfe unhaltbar und sieht darin einen Versuch, die Arbeit der Expertin schlecht zu machen. Er betonte am Donnerstag, dass er vollstes Vertrauen in Frau Halle und ihr Team habe.
Die Arbeit an der Grabungsstelle war in den letzten Monaten extrem hart. Das Team von Frau Halle hat unter großer körperlicher und psychischer Belastung gearbeitet. Dabei haben sie zigtausende Knochen und Knochenteile sowie rund 200 Erkennungsmarken aus der Erde geholt. Sogar mehrere Dutzend komplette Skelette wurden vorsichtig ausgegraben, gesichert und genau dokumentiert.
Der Bürgermeister betont, dass die Arbeit alles andere als geheim war. Frau Halle habe ständig über die Fortschritte berichtet, sowohl gegenüber dem Beirat als auch der Bürgerschaft. Zudem gab es öffentliche Führungen und einen Tag der offenen Tür, bei dem jeder die Grabungsstelle sehen konnte. Die Ergebnisse seien immer offen kommuniziert worden.
Wie es nun weitergeht und ob die Bürgerinitiative ihre Vorwürfe belegen kann, bleibt abzuwarten. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.