Bremen: Bürgermeister kocht Borschtsch für die Ukraine
In der Markthalle Acht am Domshof (Bremen) gab es am Samstag ein besonderes Fest. Die Halle feiert seit fünf Jahren und fünf Monaten ihr Bestehen. Aus diesem Anlass besuchte auch Bürgermeister Andreas Bovenschulte die Feierlichkeiten.
Ein besonderes Highlight war die Aktion am Stand „Bab' Maria“. Die Betreiberin Natalie Shtefunyk, eine Informatikstudentin aus der Ukraine, lud den Bürgermeister zum gemeinsamen Kochen ein. Unter dem Motto „Make Borschtsch – not war“ bereiteten die beiden die traditionelle Suppe zu. Dabei nutzten sie ein Rezept von Shtefunyks Großmutter. Anders als oft üblich, kochten sie den Borschtsch diesmal mit Bohnen statt mit Kohl.
Das Ganze hatte einen guten Zweck: Alles Geld, das durch den Verkauf der Suppe eingenommen wurde, geht an Hilfsprojekte für Geflüchtete aus der Ukraine.
In seiner Rede sprach der Bürgermeister auch über die schweren Zeiten der letzten Jahre. Zuerst lief die Markthalle gut an, doch dann kam die Corona-Pandemie. Über zwei Jahre lang mussten die Händler mit vielen Einschränkungen kämpfen. Bovenschulte lobte die Geschäftsführerin Mirjana Boric und die Mieter der Halle. Sie hätten es geschafft, den Betrieb mit guten Ideen am Laufen zu halten, auch wenn es zeitweise nur „auf kleiner Flamme“ funktionierte.
Jetzt, wo die Einschränkungen vorbei sind, soll die Markthalle wieder richtig durchstarten. Der Bürgermeister bezeichnete das Konzept als Bereicherung für die Bremer Innenstadt. Sein Wunsch für die Zukunft: Dass die Halle bald ihr nächstes Jubiläum nach acht Jahren und acht Monaten feiern kann.