Bremen: Bürgermeister besucht Werkstatt für behinderte Menschen
Bürgermeister Andreas Bovenschulte war am Freitag in der Dietrich-Wilkens-Straße in Bremen (Freie Hansestadt Bremen). Er besuchte dort die Werkstatt Bremen, um das Projekt „Schichtwechsel“ zu unterstützen. Bei dieser Aktion tauschen Menschen mit und ohne Behinderungen bundesweit für einen Tag ihre Arbeitsplätze, um die Sichtweise des anderen besser zu verstehen.
Der Bürgermeister schaute sich genau an, was in der Werkstatt passiert. Er begleitete den Weg der Rollstühle: von der Annahme der Aufträge über die Reinigung und Reparatur bis hin zur Ausgabe der fertigen Geräte. Dabei lernte er auch die Logistik kennen, die im Hintergrund alles steuert.
In Gesprächen mit den Mitarbeitern fragte Bovenschulte, wie sie ihren Job empfinden. Die Beschäftigten erzählten ihm, was gut läuft und was sie sich anders wünschen würden. Der Bürgermeister nahm mit, dass die Menschen dort gerne arbeiten und das Angebot schätzen. Gleichzeitig wünschen sie sich aber, dass es für Menschen mit Einschränkungen einfacher wird, auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt einen Job zu finden.
Ronald Pawlik, der erste Vorsitzende des Werkstattrats, freute sich über den Besuch. Er erzählte, dass er schon als Kind Bürgermeister werden wollte. Durch das System des „Schichtwechsels“ gab es nun die Chance, dass der Bürgermeister in seine Welt eintaucht und die Abläufe in der Werkstatt aus erster Hand erlebt.
An dem Aktionstag nehmen neben der Werkstatt Bremen auch weitere Bremer Unternehmen teil. Ziel ist es, die Leistungen von Werkstätten für behinderte Menschen bekannter zu machen, da viele Leute gar nicht wissen, was dort alles produziert und geleistet wird. Die Idee für diesen Perspektivwechsel stammt ursprünglich von der Landesarbeitsgemeinschaft der Berliner Werkstätten und deren Werkstatträten.