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Bremen: 300 Postkarten mit Klimaforderungen an Bürgermeister

Das Bremer entwicklungspolitische Netzwerk hat Andreas Bovenschulte eine lange Schnur aus Postkarten übergeben. Die Unterzeichner fordern mehr globale Klimagerechtigkeit.

Das Bremer entwicklungspolitische Netzwerk (BeN) hat am 26. Oktober eine ungewöhnliche Lieferung an Bürgermeister Andreas Bovenschulte übergeben. Es war eine lange Schnur, an der insgesamt 300 Postkarten hingen. Die Menschen, die diese Karten unterschrieben haben, wollen, dass Bremen mehr für die globale Klimagerechtigkeit tut. Konkret geht es darum, dass die Empfehlungen der Klima-Enquetekommission der Bremischen Bürgerschaft endlich umgesetzt werden.

Bürgermeister Bovenschulte reagierte positiv auf die Aktion. Er sagte, dass die Stadt und das Netzwerk in ihren Zielen ziemlich nah beieinanderliegen. Er gab zu, dass ein wenig Druck von außen manchmal hilft, um die eigenen Ziele nicht aus den Augen zu verlieren, besonders wenn gerade viele Krisen gleichzeitig auftreten.

Bremen arbeitet bereits seit Jahren mit anderen Städten zusammen. Seit 2011 gibt es eine Klimapartnerschaft mit Durban in Südafrika und seit 2017 eine mit Windhoek in Namibia. Der Bürgermeister plant nun, diese beiden Partnerschaften zu vernetzen, damit eine dreiseitige Kooperation entsteht.

In Durban wurden in den letzten zehn Jahren zwei große Projekte umgesetzt, für die fast eine Million Euro an Drittmitteln flossen. Einmal ging es darum, ein Feuchtgebiet wieder in seinen natürlichen Zustand zu versetzen, um Überschwemmungen zu verhindern. Das zweite Projekt war ein Bildungsprogramm zum Schutz der Meere.

In Windhoek startet bald ein neues Projekt, bei dem die Firma hansewasser mitmacht. Dort wird untersucht, wie man Gas aus den Faulbehältern von Kläranlagen nutzen kann. Außerdem wird dort der öffentliche Nahverkehr gefördert und der Einsatz von Lastenrädern unterstützt.

Das Bremer entwicklungspolitische Netzwerk existiert bereits seit 1998. Es ist ein Zusammenschluss aus verschiedenen Vereinen, Gruppen und Initiativen in Bremen, die sich für die Entwicklungspolitik einsetzen.

Quelle: Rathaus Bremen – zur Originalmeldung

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