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Brandgefahr im Landkreis Schmalkalden-Meiningen: Appell an Bürger

Copyright und Urheber siehe Landkreis Schmalkalden-Meiningen

Nach mehreren Waldbränden warnt der Landkreis vor der extremen Hitze. Die Feuerwehr kämpft gegen die Trockenheit und bittet die Menschen um Mithilfe.

Im Landkreis Schmalkalden-Meiningen (Südwest-Thüringen) brennt es derzeit häufiger. Die anhaltende Hitze und die Trockenheit machen die Natur extrem anfällig für Feuer. In den letzten Tagen mussten die Freiwilligen Feuerwehren deshalb immer wieder zu Bränden auf Feldern, Wiesen und in Wäldern ausrücken.

Besonders hart war der Einsatz am Dienstagabend. Zwischen Jüchsen und Queienfeld kämpften rund 70 Einsatzkräfte gegen ein Waldbrand, damit sich die Flammen nicht weiter ausbreiten.

Kurz darauf, am Mittwochabend, ging der nächste Alarm ein. Zwischen Schwarza und Christes brannte es in einem steilen Hang. Etwa 50 Feuerwehrleute waren drei Stunden lang im Einsatz. Die Bedingungen waren extrem schwierig: Der Hang war steil, das Gelände dicht bewachsen und ein starker Wind trieb das Feuer an. Da es kaum Wasser in der Nähe gab, mussten die Retter lange Wege zurücklegen und Faltbehälter nutzen. Die Hitze machte den Einsatz zudem körperlich sehr anstrengend, sodass die Beamten schnell Getränke brauchten.

Die Experten warnen vor der sogenannten 30-30-30-Regel. Wenn die Temperatur über 30 Grad steigt, die Luftfeuchtigkeit unter 30 Prozent sinkt und der Wind schneller als 30 Kilometer pro Stunde weht, ist die Gefahr für Brände extrem hoch. Genau diese Bedingungen kamen im Landkreis zusammen.

Susanne Reich vom Landkreis betont, dass viele dieser Brände vermeidbar wären. Ein kleiner Funke genügt oft schon, um trockenes Gras oder Waldflächen zu entzünden. Besonders gefährlich sind achtlos weggeworfene Zigaretten, Lagerfeuer oder das Verbrennen von Gartenabfällen. Auch heiße Katalysatoren von Autos, die auf trockenem Gras parken, können Feuer auslösen.

Der Landkreis bittet daher alle Bewohner, vorsichtig zu sein. Grillkohle muss komplett auskühlen, bevor sie in den Müll kommt. In Wäldern gilt ein ganzjähriges Rauchverbot. Wer Rauch oder Feuer sieht, soll sofort die 112 anrufen.

Da die Trockenheit vermutlich noch länger anhält, bleibt die Lage kritisch. Wer helfen will, kann sich bei den Freiwilligen Feuerwehren vor Ort melden.

Quelle: Landkreis Schmalkalden-Meiningen – zur Originalmeldung

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