Brandenburg an der Havel bildet neue Hitzehelfer aus
Extreme Hitze ist kein Zufall mehr, sondern eine echte Gefahr für die Gesundheit. Deshalb gab es in Brandenburg an der Havel (Brandenburg) eine spezielle Schulung. Der Verein BÄR meets ADLER e. V. organisiert diese Projekte bereits seit 2024, seit letztem Jahr macht die Stadt mit.
Bei der Veranstaltung ging es vor allem darum, Hitzehelfer auszubilden. Diese Freiwilligen sollen Menschen in ihrer Nachbarschaft unterstützen, die bei großer Hitze schneller krank werden. Das betrifft vor allem Senioren, Menschen in der Pflege, Schwangere, Babys und Kleinkinder sowie Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten.
Die Hilfe im Alltag ist oft ganz einfach: Die Helfer erledigen Einkäufe, gehen mit dem Hund Gassi oder erinnern die Nachbarn einfach daran, genug zu trinken. Oft reicht schon eine kurze Frage nach dem Wohlbefinden, um einen Notfall zu verhindern.
In der dreistündigen Schulung lernten die Teilnehmer auch, woran man Hitzeschäden erkennt. Typische Warnzeichen sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Muskelkrämpfe. Wenn jemand das Bewusstsein verliert oder schwere Atemnot bekommt, muss sofort die 112 gerufen werden. Patricia Bull von der Johanniter-Unfall-Hilfe zeigte den Teilnehmern an Modellen, wie man in solchen Notfällen Erste Hilfe leistet.
Die Stadt und der Verein hoffen, so die Belastung für Krankenhäuser und Rettungsdienste an heißen Tagen zu senken. Wer selbst als Hitzehelfer mitmachen möchte, kann den Verein BÄR meets ADLER e. V. unter der Telefonnummer (0151) 51294458 oder per E-Mail an [email protected] erreichen. Weitere Tipps zum Hitzeschutz gibt es auf der Website der Stadt.