Borgholzhausen zeigt alte Fotos vom Landleben
Wer wissen will, wie das Leben früher auf dem Land aussah, kann in Borgholzhausen (Kreis Gütersloh, Nordrhein-Westfalen) einen Blick in die Vergangenheit werfen. Vom 3. September bis zum 5. Oktober findet im Rathaus eine Wanderausstellung statt. Zusätzlich hängen in der Dorfkirche Bockhorst große Banner mit Motiven aus der Sammlung.
Hinter den Bildern steckt Ludwig Hermann Klack. Viele kennen den Namen aus der Region wegen der Buchhandlungen, die seine Familie in Versmold und Steinhagen betrieb. Doch Klack hatte noch ein anderes Hobby: Seit den 1930er-Jahren fotografierte er leidenschaftlich mit einer Leica-Kamera. Nach seinem Tod 1989 waren die Bilder lange Zeit vergessen, bis die Familie sie nach dem Jahr 2000 wiederentdeckte.
Im Frühjahr 2024 landete das Material im Kreisarchiv Gütersloh. Die Experten dort haben inzwischen über 12.750 Bilder digitalisiert und sortiert. Die Fotos sind eine echte Schatzkiste für die Geschichte des Alltags zwischen 1930 und 1960. Besonders viele Aufnahmen stammen aus den 1940er-Jahren. In dieser Zeit leitete Klack den elterlichen Hof in Bockhorst-Siedinghausen, bis sein Bruder aus der sowjetischen Kriegsgefangenschaft zurückkam.
Passend zur Ausstellung gibt es die Broschüre „Landleben schwarz-weiß“. Darin finden sich nicht nur Fotos, sondern auch eine Kurzbiografie von Klacks Tochter Dr. Charlotte Klack-Eitzen sowie Texte von einem Historiker und einem Verwandten einer ehemaligen Auszubildenden des Hofes. Die Broschüre kann während der Ausstellungszeiten im Rathaus, in der Kirche oder im Kreisarchiv kostenlos gelesen werden.