Bootfahrverbot in den Naturschutzgebieten Taubergießen und Elzwiesen
In Südbaden sind viele Bäche und Flüsse wegen der Hitze und der langen Trockenheit fast ausgetrocknet. Deshalb greift das Regierungspräsidium Freiburg jetzt durch. Ab Samstag, dem 18. Juli, ist das Bootfahren in zwei bekannten Naturschutzgebieten komplett verboten: im Taubergießen (Landkreis Emmendingen, Baden-Württemberg) sowie in den Elzwiesen (Kreis Emmendingen und Ortenaukreis).
Betroffen sind vor allem Leute mit Kanus, Kajaks und Schlauchbooten. Wer in der Blinden Elz, im Altrhein oder in der Alten Elz trotzdem aufs Wasser geht, muss mit einem Bußgeld rechnen. Die Behörden kontrollieren die Gebiete. Damit jeder Bescheid weiß, werden bereits am Freitag Hinweisschilder an den Ufern aufgestellt.
Der Grund für das Verbot ist der Schutz der Tiere. Das Wasser ist so heiß geworden, dass die Fische in Gefahr sind. Außerdem brüten dort gerade Vögel oder wechseln ihr Gefieder, was sie sehr empfindlich für Störungen macht. Selbst wenn es bald wieder regnet oder die Temperaturen sinken, wird das Wasser laut Prognosen nicht schnell genug ansteigen, um die Situation zu retten.
Eine Ausnahme gibt es für die traditionellen Nachenfahrten mit Stocherkähnen. Diese dürfen vorerst weiterfahren, weil die Fahrer die Gewässer gut kennen und in der Fahrrinne bleiben. Die Anbieter müssen aber aufpassen, dass die Boote nicht aufsetzen und den Boden oder die Ufer beschädigen. Wenn es noch trockener wird, müssen auch diese Fahrten gestoppt werden.
Ähnlich lief es bereits vor vier Jahren. Damals wurde das Verbot nach sieben Wochen wieder aufgehoben, als genug Wasser in den Gewässern war. Ob es dieses Mal wieder so schnell geht, bleibt abzuwarten. Weitere Verbote in anderen Gebieten sind möglich, falls die Trockenheit anhält.