Bonn: Kürzere Wartezeiten im Dienstleistungszentrum
Wer in Bonn (Nordrhein-Westfalen) einen Pass oder einen Führerschein braucht, muss nicht mehr so lange warten wie früher. Das zeigt der neue Controllingbericht der Stadt für das Jahr 2025. Besonders beim Bürgeramt hat sich die Lage verbessert: Dort dauerte es 2024 noch 20 Tage bis zum nächsten freien Termin, im Jahr 2025 waren es im Schnitt nur noch drei Tage.
Ein Grund für den Erfolg war ein sogenanntes Pop-up-Büro. Dort haben Auszubildende vor allem vor den Oster- und Sommerferien geholfen, Pass- und Personalausweisanträge abzuarbeiten. Auch bei der Führerscheinstelle ging es schneller. Die Wartezeit sank von 25 Tagen im Vorjahr auf 11 Tage. Bei der Zulassungsstelle lag die Zeit bei 13 Tagen, was eine leichte Verbesserung gegenüber den 17 Tagen aus dem Jahr 2024 bedeutet.
Insgesamt wurden im Stadthaus und in den Bezirksrathäusern Bad Godesberg, Beuel und Hardtberg rund 248.000 Termine aufgerufen. Die Stadt konnte mehr offene Stellen besetzen. Zudem hilft ein neues Check-In-System dabei, Termine schneller wieder zu vergeben, wenn jemand nicht erscheint. Allerdings sind auch die Absagen gestiegen: Rund 21.000 Termine wurden gebucht, aber nicht genutzt.
Auch am Telefon läuft es besser. Im Callcenter wurden über 95 Prozent der rund 59.000 Anrufe angenommen. Wer in der Warteschleife hing, musste im Schnitt nur noch 37 Sekunden warten. Im Jahr zuvor waren es noch eine Minute und 33 Sekunden.
Die meisten Menschen sind mit dem Service zufrieden. Über 91 Prozent der Besucher bewerteten ihren Besuch an den Terminals als gut oder sehr gut. Das ist ein Anstieg gegenüber den 87,8 Prozent aus dem Vorjahr. Gleichzeitig gab es aber mehr Beschwerden. Das lag vor allem an den teureren Bewohnerparkausweisen. Der Rat hat hier jedoch schon eine Lösung beschlossen: Die Gebühren sollen ab dem 1. Januar 2027 wieder sinken.
Den vollständigen Bericht kann jeder im Ratsinformationssystem Allris einsehen.
Quelle: Bonn – zur Originalmeldung