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Bonn investiert 160 Millionen Euro in Gymnasien

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Die Stadt baut acht Gymnasien um und erweitert sie, weil die Rückkehr zum neunjährigen Abitur (G9) mehr Platz für Schüler benötigt.

In Bonn (Nordrhein-Westfalen) wird es in den Schulen wieder enger. Da in Nordrhein-Westfalen ab dem Schuljahr 2026/2027 erstmals wieder G9-Jahrgänge die Oberstufe erreichen, gibt es einen zusätzlichen Jahrgang. Das bedeutet: Mehr Schüler sind gleichzeitig im Gebäude. Damit genug Platz vorhanden ist, investiert das Städtische Gebäudemanagement Bonn (SGB) rund 160 Millionen Euro in Sanierungen, Modernisierungen und Ausbauten an acht Gymnasien.

Insgesamt laufen seit Ende 2018 vierzehn Bauprojekte. Zwei davon sind bereits erledigt: Am Beethoven-Gymnasium gibt es ein neues Gebäude für sechs Klassen, und am Carl-von-Ossietzky-Gymnasium wurden fünf neue Räume auf dem Parkplatz gebaut. Beide Projekte waren 2025 fertig.

An vielen anderen Schulen läuft es langsamer. Am Friedrich-Ebert-Gymnasium, dem Felix-Hausdorff-Gymnasium und dem Hardtberg-Gymnasium klappt es nicht ganz mit dem ursprünglichen Zeitplan. Damit der Unterricht trotzdem läuft, kommen an mehreren Standorten Container-Anlagen als Übergangslösung zum Einsatz. So stehen am Friedrich-Ebert-Gymnasium acht Container-Klassen bereit, während am Clara-Schumann-Gymnasium Interimsmodule aufgestellt werden. Letzteres plant eine große Erweiterung um 18 Klassenräume und eine Sporthalle für rund 35 Millionen Euro, ein genaues Enddatum für die Arbeiten gibt es hier noch nicht.

Einige Schulen kommen einfacher aus: Am Tannenbusch-Gymnasium reichen kleine Umbauten im bestehenden Gebäude aus. Andere Projekte sind massiver, wie am Felix-Hausdorff-Gymnasium, wo ein barrierefreier Neubau mit einer großen Aula für 850 Menschen und einer neuen Mensa entsteht. Die Kosten hier liegen bei knapp 50 Millionen Euro, fertig werden soll es voraussichtlich im dritten Quartal 2027.

Neben der G9-Umstellung gibt es weitere Baustellen. Das Helmholtz-Gymnasium bekommt fünf Parallelklassen mehr. Das größte Einzelprojekt ist das neue Schulzentrum Tannenbusch, dessen Sporthalle bereits im Juli 2026 eingeweiht wurde. Insgesamt stecken in allen weiterführenden Schulen der Stadt – inklusive Gesamtschulen und Berufskollegs – weitere 342 Millionen Euro.

Die Stadt betont, dass der Schulbetrieb während der Bauphasen an allen Standorten sichergestellt ist. Die Rückkehr zum G9 wird für die Stadt Bonn jedoch eine langfristige Aufgabe bleiben.

Quelle: Bonn – zur Originalmeldung

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