Bonn: Große Strohmiete im Vollbrand
Am Abend ging bei der Feuerwehr in Bonn (Nordrhein-Westfalen) mehrere Notrufe ein. Am Marienforster Steinweg brannte eine große Strohmiete bereits mit voller Wucht. Das Feuer war so stark, dass die Flammen auf eine Reihe Laubbäume und einen Stall in der Nähe überzugreifen drohten. In dem Stall befanden sich Tiere.
Die Retter der Feuerwachen 2 und 3 sowie Einheiten aus Bad Godesberg, Lannesdorf und Beuel eilten zum Einsatz. Zuerst bauten sie eine sogenannte Riegelstellung auf. Mit Düsenschläuchen und Strahlrohren versuchten sie, die Ausbreitung des Feuers zu stoppen. Da es vor Ort nicht genug Wasser gab, mussten die Feuerwehrleute die Wasserversorgung über mehrere hundert Meter vom Ortsrand aus aufbauen.
Auch ein Landwirt aus der Gegend half mit. Er stellte ein großes Güllefass auf der Seite auf, wo das Feuer nicht hinkam, um die Ausbreitung zu bremsen. Um den Stall und die Natur besser zu schützen, legten die Einsatzkräfte eine zweite Wasserleitung vom höher gelegenen Goldbergweg an. Zusätzlich pumpten sie Löschwasser aus dem Godesberger Bach.
Insgesamt waren zu Spitzenzeiten etwa 30 Menschen im Einsatz. Die Johanniter Unfallhilfe sorgte für die Verpflegung der Mannschaften. Weil die Strohmiete so massiv brannte, wurde auch das THW zur Beratung dazugeholt. Die Experten sollten prüfen, ob man die brennende Miete auseinanderziehen muss.
Die Strohmiete selbst konnte nicht gerettet werden. Sie brennt unter Kontrolle weiter ab, was zu einer starken Geruchsbelästigung in der Umgebung führt. Es wird erwartet, dass die Einsatzkräfte noch bis in die Morgenstunden vor Ort bleiben müssen.
Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
Quelle: Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn – zur Originalmeldung