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Bonn: Erste Bahnen kehren nach Sicherheitscheck zurück

Eine rot-weiße Straßenbahn. Copyright und Urheber siehe Bonn

Nach einer Zwangspause rollt in Bonn wieder die erste Bahn der B-Wagen-Serie. Die Stadtwerke nehmen die Fahrzeuge nun Stück für Stück wieder in Betrieb.

In Bonn (Nordrhein-Westfalen) geht es langsam wieder aufwärts für den Schienenverkehr. Am Freitag, den 28. August, wurde die erste Bahn einer B-Wagen-Serie wieder freigegeben. Zuvor musste die technische Aufsichtsbehörde die Wagen prüfen und alle nötigen Unterlagen absegnen.

Die Bahnen der SWB Bus und Bahn sowie der SSB waren zuvor außer Betrieb genommen worden. Der Grund waren Auffälligkeiten an den Wellen der Radsätze, die Risse begünstigen könnten. Bisher wurden zwar keine echten Defekte gefunden, aber die Sicherheit geht vor. Deshalb werden die Wagen nun extrem genau kontrolliert. Die Experten nutzen ein Ultraschall-Verfahren, um kleinste Risse im Metall zu finden. Diese Inspektion dauert pro Fahrzeug bis zu zwölf Stunden.

Das Tempo ist zunächst vorsichtig: Geplant ist, zwei Bahnen pro Tag freizugeben. Die ersten Wagen kommen auf der Linie 66 zum Einsatz, da diese vor allem in Richtung Siegburg momentan sehr voll ist. Die Mitarbeiter in der Werkstatt werden parallel geschult, damit sie das Ultraschall-Verfahren selbst beherrschen. Langfristig sollen alle betroffenen Bauteile durch zertifiziertes Material ersetzt werden.

Für die Fahrgäste bedeutet das eine schrittweise Besserung. Bis zum Ende der Ferien fahren auf der Linie 66 die B-Wagen und die Bonner K5000-Modelle. Auf der Linie 16 gibt es bis zum 1. September einen Bahnersatzverkehr bis Bad Godesberg. Sobald die Ferien vorbei sind, enden zudem die Baustellen auf den Linien 16 und 18, sodass die Bahnen wieder durchgehend bis nach Köln fahren können.

Auf der Linie 66 wird es zwischen Siegburg und dem Bonner Hauptbahnhof bald wieder den gewohnten Takt mit zwei Wagen geben. Auf den Strecken zwischen dem Hauptbahnhof und Ramersdorf sowie zwischen Ramersdorf und Königswinter oder Bad Honnef fahren vorerst noch Busse. Diese werden erst ersetzt, wenn wieder genügend Bahnen zur Verfügung stehen.

Die Stadtwerke Bonn versprechen, transparent über die Fortschritte zu informieren. Gleichzeitig wird intern geprüft, wie es zu den Fehlern bei den Informations- und Entscheidungsabläufen kam.

Quelle: Bonn – zur Originalmeldung

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