Bonn: Englische Brandbombe im Rhein gefunden
Im Rhein in Bonn (Nordrhein-Westfalen) ist eine englische Brandbombe aufgetaucht. Die Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf haben das Geschoss am Montag, den 17. August 2026, aus dem Wasser geholt. Der Fundort lag südlich der Konrad-Adenauer-Brücke, auch Südbrücke genannt. Die Bombe wiegt 125 Kilogramm und wurde bereits ans Ufer gebracht.
Am Nachmittag wird die Bombe vor Ort kontrolliert gesprengt. Damit das sicher passiert, müssen Fuß- und Radwege in der Rheinaue gesperrt werden. Das betrifft einen Bereich von 300 Metern um den Fundort. Einige Wege in der direkten Umgebung sind bereits jetzt dicht. Auch die Schiffe auf dem Rhein müssen während der Sprengung kurzzeitig anhalten. Die Anwohner müssen ihre Häuser jedoch nicht verlassen, eine Evakuierung ist nicht nötig.
Der Fund kommt nicht überraschend. Schon seit Sonntag, den 16. August, hatten viele Menschen verdächtige Dinge am Rheinufer entdeckt und dem Kommunalen Ordnungsdienst (KOD) gemeldet. Die Stadt hatte die Stellen sofort abgesperrt. Da die Experten aus Düsseldorf erst am Montag in Bonn eintreffen konnten, bewachte ein privater Sicherheitsdienst die Fundorte über die Nacht. Seit dem Mittag arbeiten die Fachleute und der KOD nun alle gemeldeten Stellen ab.
Die Stadt Bonn warnt die Bürger deshalb eindringlich: Wer an den unbefestigten, trockenen Rändern des Flussbettes spazieren geht, bringt sich in Gefahr. Alte Munition kann auch nach vielen Jahrzehnten noch explodieren. Die Stadt bittet darum, nichts einzusammeln oder zu bewegen. Wer etwas Verdächtiges findet, soll sich sofort vom Ort entfernen, andere Leute warnen und die Einsatzleitstelle des Kommunalen Ordnungsdienstes unter 0228 – 77 3333, die Polizei unter 110 oder die Feuerwehr unter 112 anrufen.
Quelle: Bonn – zur Originalmeldung