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Bonn: Droge im Blut, 60-Jährige gefährdete Autofahrer

Eine Frau verursachte am Mittwochnachmittag auf der B9 in Bonn fast einen schweren Unfall. Die Polizei stoppte sie schließlich mit Kokain im Blut.

Am frühen Mittwochnachmittag gegen 14 Uhr passierte es auf der B9 in Bonn (Nordrhein-Westfalen). Eine Autofahrerin bemerkte einen schwarzen Mitsubishi, der sich in Richtung Bonn-Mehlem bewegte. Das Auto fuhr in starken Schlangenlinien aus Richtung Oberwinter. Dabei geriet der Wagen mehrfach auf die Gegenfahrbahn. Mindestens zwei entgegenkommende Fahrer mussten schnell ausweichen, um einen Zusammenstoß zu verhindern. Außerdem touchierte der Mitsubishi mehrmals den rechten Bordstein.

Die aufmerksame Zeugin informierte die Polizei. Eine Streife der Wache Bad Godesberg konnte den Wagen schließlich in der Nähe der Mainzer Straße anhalten. Als die Beamten die 60-jährige Fahrerin kontrollierten, bemerkten sie sofort, dass etwas nicht stimmte. Die Frau hatte körperliche Ausfallerscheinungen und konnte ihr Gleichgewicht kaum halten.

Ein Drogenschnelltest vor Ort zeigte dann das Ergebnis: Die Frau hatte Kokain konsumiert. Zudem gab sie gegenüber den Polizisten an, dass sie am Vorabend Medikamente genommen habe und zudem sehr übermüdet sei. Das Auto war bereits beschädigt.

Die Polizei ließ die Frau in einem Krankenhaus untersuchen, wo ihr eine Blutprobe entnommen wurde. Sie durfte nicht mehr weiterfahren und musste ihren Führerschein abgeben.

Das Verkehrskommissariat 2 ermittelt nun gegen die Frau. Die Polizei sucht zudem nach weiteren Zeugen. Vor allem die Fahrer der entgegenkommenden Autos, die ausweichen mussten oder sich gefährdet fühlten, sollen sich unter der Telefonnummer 0228 15-0 oder per E-Mail an die Beamten wenden.

Ob und inwieweit sich die Frau strafbar gemacht hat, klärt nun die Staatsanwaltschaft. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Quelle: Polizei Bonn – zur Originalmeldung

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