Bombenfund bei Windpark-Bau in Bockhorn und Zetel
Gegen 11:54 Uhr passierte es auf einer Baustelle des Windparks Blauhand in Bockhorn und Zetel (Niedersachsen). Dort entdeckten Arbeiter ein Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg. Sofort wurde der Kampfmittelbeseitigungsdienst gerufen, der die Leitung des Einsatzes übernahm.
Um die Menschen in der Umgebung zu schützen, richteten die Experten einen Sicherheitsradius von 1.000 Metern ein. Die Gemeinden Bockhorn und Zetel kümmerten sich darum, die betroffenen Anwohner aus ihren Häusern zu holen und in Sicherheit zu bringen. Auch in der Luft gibt es eine Sperre: Über dem Gebiet darf derzeit niemand fliegen.
Durch die Sicherheitsmaßnahmen kam es zu einem großen Verkehrschaos. Die Autobahn A 29 war zwischen den Abfahrten Varel/Bockhorn und Zetel betroffen. Auch die Blauhander Straße aus Richtung Zetel und Sande, die Straße Ellens sowie die Wilhelmshavener Straße bei Steinhausen waren gesperrt.
Nicht nur auf der Straße gab es Probleme, sondern auch auf den Schienen. Der Bahnverkehr zwischen Varel und Sande wurde vorübergehend komplett eingestellt. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Bockhorn und Zetel, die Bauhöfe der Gemeinden und die Polizei halfen beim Einsatz. Die gesamte Operation wird vom Krisenstab der Gemeinde Bockhorn gesteuert.
Die Behörden bitten alle Menschen, den Bereich weiträumig zu umfahren und genau auf die Anweisungen der Helfer zu hören. Weitere Informationen folgen, sobald es Neuigkeiten zur Entschärfung gibt. Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.
Quelle: Polizeiinspektion Wilhelmshaven/Friesland – zur Originalmeldung