Bötzingen: So schützt man sich vor extremer Hitze
In Bötzingen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, Baden-Württemberg) nehmen die extrem heißen Tage durch den Klimawandel stetig zu. Oft steigen die Temperaturen auf über 30 Grad. Auch die sogenannten tropischen Nächte, in denen es nicht unter 20 Grad abkühlt, kommen häufiger vor. Das belastet den Körper stark, vor allem wenn die Hitze schon früh im Jahr kommt und man noch nicht daran gewöhnt ist.
Die Hitze greift vor allem das Gehirn, den Kreislauf und die Nieren an. Wer bereits an Herz- oder Lungenkrankheiten leidet, kann eine Verschlimmerung spüren. Im schlimmsten Fall kann extreme Hitze sogar zum Tod führen. Zusätzlich belasten oft Ozon, Pollen und starke UV-Strahlung die Gesundheit. Ozon reizt die Atemwege und die Augen, während die Sonne die Haut schädigt und im schlimmsten Fall Krebs auslösen kann.
Besonders gefährdet sind Menschen ab 65 Jahren, die alleine leben oder Pflege brauchen. Im Alter kann der Körper nicht mehr so gut schwitzen und das Durstgefühl lässt nach. Aber auch Babys, Kleinkinder, Schwangere sowie Menschen mit starkem Über- oder Untergewicht müssen vorsichtig sein. Das gilt ebenso für Menschen mit chronischen Krankheiten oder solche, die entwässernde Medikamente nehmen.
Um gesund durch den Sommer zu kommen, gibt es einige einfache Regeln. Körperliche Anstrengungen, Sport oder Einkäufe sollten in die kühlen Morgen- und Abendstunden verlegt werden. Zwischen 11 und 18 Uhr ist es am heißesten und die Ozonbelastung oft am höchsten. In der Wohnung helfen geschlossene Fenster, Jalousien und Rollläden. Lüften sollte man nur nachts oder ganz früh am Morgen.
Auch beim Essen und Trinken ist Vorsicht geboten. Man sollte stündlich ein Glas Wasser oder ungesüßten Tee trinken, auch wenn man keinen Durst hat. Die Getränke sollten nicht eiskalt sein. Statt schwerer Kost wie Fleisch, Fisch oder Milchprodukten sind leichte Mahlzeiten mit viel Wasser, wie Obst und Salat, besser. Kaffee, Alkohol und zuckerhaltige Getränke entziehen dem Körper Flüssigkeit und sollten gemieden werden.
Wer regelmäßig Medikamente nimmt, sollte mit seinem Arzt besprechen, ob diese bei Hitze Probleme machen könnten. Zudem hilft weite, helle und atmungsaktive Kleidung, damit die Luft am Körper zirkulieren kann und das Sonnenlicht reflektiert wird.
Quelle: Bötzingen – zur Originalmeldung