Böhl-Iggelheim: Boje hielt Schwimmerin für Leiche
Am Montagmorgen, dem 27. Juli 2026, wollte eine Frau im Niederwiesenweiher in Böhl-Iggelheim (Rhein-Pfalz-Kreis, Rheinland-Pfalz) schwimmen. Dabei passierte etwas Beunruhigendes: Sie berührte im Wasser einen großen, hellen Gegenstand. Das Ding fühlte sich glitschig an. Die Frau erschrak und glaubte, dass es sich um einen menschlichen Körper handeln könnte. Sie informierte sofort die Rettungskräfte.
Die Polizei und die Feuerwehr reagierten schnell und sperrten den betroffenen Bereich des Sees komplett ab. Zuerst suchten die Retter die Wasseroberfläche ab. Sie nutzten dafür ein Boot und eine Drohne. Auch das Ufer wurde genau kontrolliert, doch die Beamten fanden nichts.
Da die Ungewissheit blieb, rief die Polizei eine spezialisierte Taucheinheit hinzu. Erst am nächsten Tag, Dienstag, brachten die Polizeitaucher Gewissheit. Sie fanden den Gegenstand schließlich dicht unter der Wasseroberfläche. Es war aber keine Leiche. Die Taucher holten eine selbstgebaute Boje aus Styropor und Klebeband aus dem Wasser. Die Boje war mit einem Seil an einem schweren Gewicht am Grund des Weihers festgebunden.
Das Objekt war stark mit Algen bewachsen. Deshalb gehen die Ermittler davon aus, dass die Boje schon lange im Wasser lag. Der örtliche Anglerverein wusste nichts von der Konstruktion.
Weitere Angaben liegen bislang nicht vor.