Bodenseekreis warnt vor Feuerbrand bei Obstbäumen
In mehreren Gemeinden im Bodenseekreis (Baden-Württemberg) gibt es aktuell Meldungen über Feuerbrand. Dabei handelt es sich um eine bakterielle Erkrankung, die vor allem Kernobst- und Ziergehölze angreift. Für die Landwirtschaft ist das ein großes Problem, da die Krankheit zu schweren Schäden und Ernteausfällen führen kann.
Besonders gefährdet sind Apfel-, Birnen- und Quittenbäume. Das gilt für alle Formen, egal ob es kleine Spindelbäume oder große Hochstämme sind. Aber auch andere Pflanzen wie Felsenbirnen, Feuerdorn, Glanzmispel oder verschiedene Sorbus-Arten können befallen werden. Die Infektion passiert meistens während der Blütezeit, ist aber auch später an den Trieben möglich.
Man erkennt die Krankheit daran, dass die Triebspitzen und Blätter welken und sich später schwarz färben. Wegen des aktuellen Wassermangels krümmen sich die betroffenen Spitzen zudem oft wie ein Krückstock. Allerdings gibt es auch andere Ursachen für solche Symptome, zum Beispiel bestimmte Pilze, andere Bakterien oder Schädlinge wie die Birnentriebwespe und Mäuse, die an den Wurzeln fressen.
Das Landwirtschaftsamt möchte verhindern, dass sich der Feuerbrand weiter ausbreitet. Das gilt vor allem für die gewerblichen Obstplantagen und die geschützten Hochstammwiesen. Deshalb sollen nun auch Besitzer von privaten Haus- und Kleingärten ihre Pflanzen kontrollieren.
Wer einen Verdacht hat, sollte nicht zögern und das Landwirtschaftsamt Bodenseekreis unter der Telefonnummer 07541 204-5785 anrufen. Gemeinsam mit den Fachleuten wird dann geklärt, ob es wirklich Feuerbrand ist und was man tun muss. Nur wenn die Krankheit früh erkannt wird, kann man sie wirksam stoppen.